Präsidentschaft
Belästigungsvorwurf gegen Cain bekräftigt

Der Wirbel um Belästigungsvorwürfe gegen den Republikaner Cain, der US-Präsident werden will, reißt nicht ab. Er nennt die Anschuldigungen grundlos, seine Anklägerin sieht das anders.
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WashingtonDer republikanische Präsidentschaftsbewerber Herman Cain steht nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung weiter unter Druck. Eine Frau, die 1999 eine offizielle Beschwerde gegen Cain wegen angeblichen anzüglichen Verhaltens eingereicht hatte, bekräftigte ihre Anschuldigungen.

Die Beschwerdeführerin wandte sich am Freitag (Ortszeit) in Washington über ihren Anwalt Joel Bennett gegen Äußerungen Cains, der die Vorwürfe als „grundlos“ zurückgewiesen hatte. Sie wollte aber keine Einzelheiten darüber nennen, was sie Cain seinerzeit konkret angelastet hat. Auch zur Höhe einer Abfindung, die ihr damals zur Beilegung des Streitfalls gezahlt wurde, äußerten sich der Anwalt und die auf eigenen Wunsch anonym gebliebene Frau nicht.

Seine Klientin wolle in Ruhe gelassen werden, machte Bennett klar. Zu den damaligen angeblichen Vorfällen sagte er lediglich, dass es über Monate hinweg „eine Reihe unangemessener Verhaltensweisen“ Cains gegeben habe, bevor sich die Frau schließlich zur Beschwerde entschlossen habe.

Die Webseite „Politico“ hatte vor einer Woche erstmals über die Anschuldigungen gegen Cain berichtet, der derzeit in Umfragen das republikanische Bewerberfeld anführt oder zumindest ganz oben mitmischt. Seitdem reißt der Medienwirbel um den früheren Chef einer Pizza-Fastfoodkette nicht ab.

„Politico“ zufolge haben sich mindestens zwei Frauen in den 90er Jahren über anzügliches Verhalten Cains beschwert, der damals Chef der Nationalen Restaurant-Vereinigung (National Restaurant Association/NRA) war. Die NRA bestätigte unterdessen, dass sie seinerzeit die Vorwürfe untersucht und Cain diese zurückgewiesen habe. Über das Ergebnis der Ermittlungen schwieg sich die Vereinigung aus.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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