Präsidentschaftskandidat Campos
Brasilianischer Politiker stirbt bei Absturz

Der Präsidentschaftskandidat der brasilianische Sozialisten ist bei einem Flugzeugabsturz bei Santos ums Leben gekommen. Eduardo Campos kandidierte für die Wahlen im Oktober. Die Ursache des Absturzes ist unklar.
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Bei einem Flugzeugabsturz in Brasilien ist der Präsidentschaftskandidat der Sozialistischen Partei, Eduardo Campos, ums Leben gekommen. Das bestätigte am Mittwoch der Präsident der Partei PSB, Carlos Siqueira, im Fernsehsender Globo. Die Kandidatin für das Amt des Vizepräsidentin, Marina Silva, sei dagegen nicht an Bord gewesen, verlautete am Mittwoch aus Kreisen der Partei PSB.

Nach Angaben der Luftwaffe stürzte der Privatjet vom Typ Cessna 560XL in der Stadt Santos im Bundesstaat Sao Paulo kurz vor der Landung ab. Zur Identität der Passagiere wurden keine Angaben gemacht. Ein Polizeivertreter in Santos erklärte, es habe mit Sicherheit Todesopfer gegeben. Es sei aber unklar, wie viele Insassen ums Leben gekommen seien.

Die Brasilianer wählen am 05. Oktober ein neues Staatsoberhaupt. Amtsinhaberin Dilma Rousseff dürfte Umfragen zufolge ihr Amt im zweiten Wahlgang verteidigen. Bei einer Anfang August veröffentlichten Erhebung kam sie auf 38 Prozent, ihr wichtigster Herausforderer Aecio Neves auf 23 Prozent und Campos auf neun Prozent.

Die brasilianische Börse hat mit Kursverlusten auf den mutmaßlichen Tod des Präsidentschaftskandidaten Eduardo Campos reagiert. Der Leitindex an der Börse in Sao Paulo brach um bis zu 2,1 Prozent ein. Die Aktien der Ölfirma Petrobras , an der der Staat noch einen hohen Anteil hält, verloren bis zu 5,7 Prozent. Viele Anleger sehen die Politik der amtierenden Präsidentin Dilma Rousseff skeptisch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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