Präsidentschaftskandidatur in Frankreich
Ex-Premier Fillon gewinnt Stichwahl

Ex-Premierminister François Fillon zieht für die französischen Konservativen in die Präsidentschaftswahl. Sein Stichwahl-Gegner Alain Juppé räumte am Sonntagabend seine Niederlage ein.
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ParisBei der Präsidentschaftsvorwahl von Frankreichs Konservativen hat Ex-Premierminister Alain Juppé seine Niederlage eingeräumt. Der Bürgermeister von Bordeaux gratulierte seinem Kontrahenten François Fillon am Sonntagabend in Paris zu dessen „klaren Sieg“.

Er sprach ihm zugleich seine Unterstützung für die Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr aus, bei der Fillon nun als Kandidat der konservativen Republikaner-Partei antreten wird.

Fillon war bereits auf einen klaren Sieg zugesteuert. Laut Teilergebnissen kam er laut erster Hochrechnung auf 68,7 Prozent der Stimmen. Das berichteten die Organisatoren am Sonntagabend nach Auszählung von etwa einem Drittel der insgesamt gut 10.000 Wahlbüros. Sein Konkurrent Alain Juppé (71) kam demnach auf 31,3 Prozent der Stimmen. Vollständigere Ergebnisse sollten im Laufe des Abends mitgeteilt werden.

An der Stichwahl nahmen nach Angaben der Organisatoren mehr Menschen teil als an der ersten Runde vor einer Woche. Damals hatten knapp 4,3 Millionen Anhänger der bürgerlichen Rechten ihre Stimmen abgegeben. Für die Konservativen ist die Vorwahl eine Premiere.

Fillon gilt als Wirtschaftsliberaler und Vertreter eines Sparkurses. Er will eine halbe Million Jobs im öffentlichen Dienst kürzen und seine Landsleute länger arbeiten lassen. Frankreich sei im Zustand einer Fast-Pleite, warnte er.

Der frühere Regierungschef des damaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy (2007 bis 2012) galt im Rennen der Rechten lange als Außenseiter. Er setzte sich dann bereits in der ersten Runde der Vorwahl mit gut 44 Prozent der Stimmen deutlich durch. Fillon gilt als russlandfreundlich und tritt dafür ein, die europäischen Sanktionen gegen Moskau zu beenden.

Die Präsidentenwahl ist im April und Mai kommenden Jahres geplant. Die Vorwahl der bürgerlichen Rechten gilt als eine äußerst wichtige Weichenstellung. „Der Gewinner der Vorwahl wird von morgen an der Favorit der nächsten Präsidentenwahl sein“, schrieb die Wochenzeitung „Journal de Dimanche“ am Sonntag.

Der Vorwahl-Gewinner hat gute Chancen, im kommenden Mai in die entscheidende Stichwahl zu kommen. Potenzielle Gegnerin ist die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Der Chefin der Rechts-Außen-Partei werden in der ersten Runde der Präsidentenwahl bis zu 30 Prozent der Stimmen zugetraut.

Nach Einschätzung des deutschen Europaabgeordneten Sven Giegold von den Grünen wäre der Sieg Fillons eine Wahlkampfhilfe für Le Pen. „Das Kürzungsprogramm von Fillon ist für Le Pen die ideale Zielscheibe. Öffentliche Ausgaben um 100 Milliarden (Euro) zu kürzen und eine halbe Million Jobs im öffentlichen Dienst zu streichen, sind bei hoher Arbeitslosigkeit die besten Mittel, um den Rechtspopulismus zu stärken“, schrieb Giegold.

Die erstmalige Vorwahl bei der bürgerlichen Rechten war von Überraschungen geprägt. Viele hatten mit einer Stichwahl zwischen dem Rechten-Veteran Juppé und Ex-Staatschef Sarkozy gerechnet.

Doch der Aufstieg von Fillon bedeutete das Aus für Sarkozy in der ersten Runde. Dieser hatte lange als Parteichef der konservativen Republikaner an seinem politischem Comeback gearbeitet.

Es wird damit gerechnet, dass Amtsinhaber François Hollande 2017 wieder antreten wird – der mit schlechten Umfragewerten kämpfende Staatschef hat sich bisher aber noch nicht erklärt. Auch Premier Manuel Valls gilt als potenzieller Kandidat der Sozialisten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Kommentare zu " Präsidentschaftskandidatur in Frankreich: Ex-Premier Fillon gewinnt Stichwahl"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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