Präsidentschaftskandidatur
Jim Webb macht Hillary Clinton Konkurrenz

Keine spektakuläre Rede, lediglich eine Bekanntgabe auf seiner Internetseite: Ex-Senator Jim Webb steigt für die Demokraten ins Rennen um das Amt des US-Präsidenten ein. Er gilt als Kritiker des Irakkriegs.
  • 0

WashingtonDie US-Demokraten haben einen weiteren Präsidentschaftsbewerber. Der frühere Senator Jim Webb gab am Donnerstag auf seiner Internetseite bekannt, er strebe die Nominierung als Kandidat seiner Partei für die Wahlen im November kommenden Jahres an. Die Vereinigten Staaten brauchten einen „neuen Ansatz, um die Probleme zu lösen, die vor uns liegen“. Die USA müssten den Einfluss reicher Eliten auf den politischen Prozess abschütteln.

Der mittlerweile 69-jährige Webb diente als Offizier im Vietnamkrieg und arbeitete unter Präsident Ronald Reagan als Marinestaatssekretär. 2006 wurde er für eine Amtsperiode in den Senat gewählt. Beobachter erwarten, dass Webb sich vor allem um die Stimmen von Arbeitern und eine Reform der Wahlkampffinanzierung bemühen wird. In der Außenpolitik gilt er als Kritiker militärischer Verwicklungen wie im Irak und Afghanistan.

Webbs schwerste innerparteiliche Gegnerin dürfte die frühere Außenministerin Hillary Clinton werden. Weitere Konkurrenten bei den Demokraten sind die Ex-Gouverneure Martin O'Malley und Lincoln Chafee sowie Senator Bernie Sanders.

Auf der republikanischen Seite ist das Bewerberfeld um die Nachfolge von Präsident Barack Obama noch unübersichtlicher. Dort bewerben sich unter anderem die Senatoren Ted Cruz, Marco Rubio, Rand Paul und Lindsay Graham sowie die Gouverneure oder Ex-Gouverneure, Mike Huckabee, Bobby Jindal, Chris Christie und Rick Perry um die Nominierung. Als Favorit gilt hier Jeb Bush, der frühere Gouverneur von Florida, dessen Bruder und Vater bereits im Weißen Haus amtierten.

Kommentare zu " Präsidentschaftskandidatur: Jim Webb macht Hillary Clinton Konkurrenz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%