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Präsidentschaftswahl: Konservativer Niinistö siegt in Finnland

Der Konservative Sauli Niinistö wird neuer finnischer Präsident nach 30 Jahren mit sozialdemokratischen Staatsoberhäuptern. Bei der Stichwahl gewann der 63-jährige Ex-Minister erwartet klar gegen den Ex-Umweltminister.

Niinistö gewinnt finnische Präsidentenwahl

Politik Niinistö gewinnt finnische Präsidentenwahl

HelsinkiFinnland hat einen neuen Präsidenten. Aus der Stichwahl um das höchste Amt ging der frühere Finanzminister Sauli Niinisto als klarer Sieger hervor. Niinistö kam nach Auszählung der Briefstimmen auf 65,4 Prozent gegenüber 34,6 Prozent für den zehn Jahre jüngeren Pekka Haavisto von den Grünen. 36 Prozent der 4,4 Millionen Stimmberechtigten hatten in dem nordeuropäischen Land per Brief abgestimmt. Niinistö hatte schon den ersten Wahlgang mit acht Kandidaten klar gewonnen, die erforderliche absolute Mehrheit dabei aber nicht geschafft.

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„Der finnische Präsident muss es verstehen, viele verschiedene Denkweisen und Meinungen zu berücksichtigen, um der Präsident einer ganzen Nation werden zu können“, erklärte Niinistö in seiner Siegesrede.

Er löst die Sozialdemokratin Tarja Halonen (68) ab, die nach zwei Amtszeiten seit dem Jahr 2000 nicht erneut kandidieren konnte. Der sozialdemokratische Kandidat für die Nachfolge, Ex-Regierungschef Paavo Lipponen war in der ersten Runde sang- und klanglos mit 6,7 Prozent ausgeschieden.

Sauli Niinistoe (Mitte) gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Finnland. Quelle: Reuters
Sauli Niinistoe (Mitte) gewinnt die Präsidentschaftswahlen in Finnland. Quelle: Reuters

Trotz des klaren Vorsprungs für Niinistö stuften Kommentatoren in Helsinki Haavistos Erfolg mit dem Erreichen der Stichwahl und auch dem Abschneiden dabei einhellig als großen Erfolg ein. Der mit einem Friseur aus Ecuador in registrierter Partnerschaft zusammenlebende Grünen-Politiker bekannte sich im Wahlkampf ebenso eindeutig wie Niinistö zur EU und zum Euro. Haavisto erklärte, die Stichwahl zweier pro-europäischer Kandidaten sende ein starkes Signal an die Welt, dass Finnland konstruktiv an der Lösung der Schuldenkrise in Europa teilnehmen wolle. „Es gibt keine einfache Lösung für die europäische Krise und die Zukunft Europas...und Sauli Niinistos Stärken liegen zweifellos im Finanzbereicht“, sagte er.

Bei der letzten finnischen Parlamentswahlen war noch der Rechtspopulist Timo Soini mit seiner Partei Wahre Finnen auf knapp 20 Prozent der Stimmen gekommen. Er hatte dabei vor allem gegen EU und Euro sowie auch gegen das Recht Homosexueller auf gesetzlich verankerte Partnerschaften mobilisiert.

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