Präsidentschaftswahlen 2008
US-Republikaner denken an "Laura Bush for President"

Angesichts einer möglichen Präsidentschaftskandidatur der Demokratin Hillary Clinton werden im konservativen Lager in den USA Stimmen laut, die Frau des amtierenden Präsidenten George W. Bush, Laura, bei den nächsten Wahlen im Jahr 2008 für die Republikaner ins Rennen zu schicken.

HB WASHINGTON. Nach ihrer Nahost-Reise und einer frechen Rede über die Macken ihres Gatten ("9 Uhr abends und 'Mr. Aufregend' hier neben mir schläft süß und selig. Wer die Tyrannei in der Welt bekämpfen will, der sollte abends etwas länger aufbleiben.") plädierten Konservative wie der Politologe Prof. Arnold Beichman dafür, Laura Bush zu nominieren. Im Weißen Haus löste das zunächst nur Kopfschütteln aus.

Bisher war vor allem Außenministerin Condoleezza Rice als mögliche Kandidatin der Republikaner gehandelt worden. Die betont zwar immer wieder mal, dass sie "nicht kandidiert". Aber dass die gläubige Christin und renommierte Wissenschaftlerin, die vier Sprachen beherrscht, konzertreif Piano spielt und eine hervorragende Sportlerin ist, sich mit ihrer bisherigen Karriere zufrieden gibt, wird allenthalben angezweifelt.

Hillary Clinton jedenfalls, der Umfragen gute Chancen bei den Wählern voraussagen, hält sich bisher ebenfalls bedeckt. "Sie hat sich noch nicht entschieden, oder sie hat es mir zumindest nicht gesagt", juxte Ehemann und Bush-Vorgänger Bill Clinton erst kürzlich. Seine Frau konzentriere sich zunächst darauf, ihren Senatssitz für New York zu verteidigen.

Sollte sie hier gewinnen, glauben die Demokraten an ihre Kandidatur. Ihre Strategie: Sie versucht Konservative bei den Themen Abtreibung, Bildung oder Innere Sicherheit mit betont gemäßigten Thesen zu beeindrucken. Ihr Problem: Sie gilt als zu liberal, und dass sie trotz der Levinsky-Affäre zu ihrem Gatten stand, wird ihr negativ ausgelegt.

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