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Präsidentschaftswahlen: Konservative siegreich in Finnland

Der konservative Bewerber auf das Präsidentenamt in Finnland, Sauli Niinistö, hat in der ersten Wahlrunde eine Mehrheit der Wählerstimmen gewonnen. Für den Amtsantritt reicht das noch nicht, jetzt steht Stichwahl an.

Der konservative Ex-Finanzminister Sauli Niinistö hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Finnland gewonnen. Quelle: AFP
Der konservative Ex-Finanzminister Sauli Niinistö hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Finnland gewonnen. Quelle: AFP

HelsinkiDer konservative Ex-Finanzminister Sauli Niinistö hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Finnland wie erwartet gewonnen, muss sich aber einer Stichwahl stellen. Der Liberal-Konservative von der Nationalen Koalitionspartei verfehlte aber die erforderliche absolute Mehrheit. Der 63-Jährige kam am Sonntag auf 37 Prozent der Stimmen. Der Grüne Pekka Haavisto vereinigte 19 Prozent der Stimmen auf sich. Etwa ein Drittel der 4,4 Millionen stimmberechtigten Finnen hatte von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht.

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Euroskeptiker wie Timo Soini von den rechtspopulistischen Wahren Finnen sind damit aus dem Rennen. Soinis betont euroskeptische Partei Wahre Finnen hatte bei den letzten Reichstagswahlen fast 20 Prozent der Stimmen geholt. Noch hinter Soini landete der frühere sozialdemokratische Regierungschef Paavo Lipponen abgeschlagen mit 7,3 Prozent auf dem fünften Platz.

Die formelle Macht des Präsidenten ist in Finnland ähnliche wie in Deutschland begrenzt. Exekutivrechte hat das Staatsoberhaupt nur in außenpolitischen und militärischen Fragen. Allerdings hat der Amtsträger eine wichtige symbolische Rolle und kann die öffentliche Meinung maßgeblich beeinflussen.

Die Regierung kann Schützenhilfe gut gebrauchen: In der Bevölkerung wächst der Unmut über die Rettungspakete für Schuldenstaaten wie Griechenland. Euroskeptiker wie die Wahren Finnen hatten im vergangenen Jahr von solchen Stimmungen kräftig profitiert und waren als drittstärkste Kraft ins Parlament in Helsinki eingezogen. Kurzzeitig drohte eine Blockade des EU-Rettungspakts für Portugal - bis sich die Rechtspopulisten aus der Regierungsbildung verabschiedeten.

Die bisherige Präsidentin Tarja Halonen (68) von den Sozialdemokraten durfte nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren. Zur zweiten und entscheidenden Runde ist die Bevölkerung des nordeuropäischen Landes für den 5. Februar aufgerufen.

  • 22.01.2012, 11:48 UhrAnonymer Benutzer: gehtsnoch

    Warum dürfen wir Deutschen nicht den Präsidenten direkt vom Volk wählen. Wir sollten mal im Ernst darüber nachdenken und nicht die Wahl den Parteiabnickern weiter überlassen. Schon die Wahl ist ein Schmierentheater und was bei Wulff danach kommt erst recht!

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