Präsidentschaftswahlen
Südafrikas Jugend zufrieden mit ANC

Südafrika wählt am (heutigen) Mittwoch ein neues Parlament. Vor allem die Jungen unter den 25 Millionen Wählern sind unzufrieden mit Staatschef Zuma.
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JohannesburgPhakisho Mojaplo ist 20 Jahre alt und hat die Apartheid nie am eigenen Leib zu spüren bekommen. Die südafrikanische Studentin, die am Mittwoch das erste Mal zur Wahl gehen wird, ist unzufrieden mit dem regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC). Zwar weiß sie die vielen Fortschritte seit dem Ende der Rassentrennung zu schätzen, aber sie hat genug von Korruption und Vetternwirtschaft im Land. „Ich bin sauer über die Korruption und darüber, dass die Partei nichts dagegen tut“, sagt Majaplo, die an der Universität von Johannesburg studiert und befürchtet, nach dem Abschluss keine Arbeit zu finden. Der ANC habe seine Zusagen nicht eingehalten, die korrupten Geschäfte zu beenden und die Grundversorgung aller Bürger sicherzustellen. So wie die Studentin denken viele junge Leute in Südafrika, „born frees“ genannt, aber das wird einen Wahlsieg des ANC nicht verhindern.

In den vergangenen Jahren waren immer wieder Mitglieder der Regierungspartei in Korruptionsskandale verwickelt. Sie beschädigten das Ansehen einer Bewegung, die unter dem kürzlich verstorbenen Nelson Mandela die Apartheid bekämpfte und das Land in die Demokratie führte. Derzeit muss sich Präsident Jacob Zuma dafür rechtfertigen, 20 Millionen Dollar aus der Staatskasse für sein Privathaus ausgegeben zu haben. Er bestreitet jegliches Fehlverhalten und hat angekündigt, entschlossen gegen Korruption vorzugehen.

„Wir werden die Geschäfte von Behördenmitarbeitern mit der Regierung einschränken und wir werden Amtsträger für die Verluste, die durch Korruption entstehen, zur Rechenschaft ziehen“, kündigte der Präsident an. Am Mittwoch können rund 25 Millionen Wähler, die sich für die Abstimmung registrieren ließen, darüber entscheiden, ob sie Zuma weiter vertrauen. Die Parlamentswahl entscheidet auch über den zukünftigen Staats- und Regierungschef des Landes. Etwa 22 000 Wahllokale werden geöffnet sein, dazu mehrere Dutzend Fahrzeuge, die als mobile Wahllokale dienen und auch den Bewohnern entlegener Gebiete die Möglichkeit geben sollen, ihre Stimme abzugeben. Von den Wahlberechtigten zwischen 18 und 19 Jahren haben sich 650 000 registrieren lassen - etwa ein Drittel der Stimmberechtigten in dieser Altersgruppe.

Bei der letzten Parlamentswahl 2009 verpasste der ANC nur knapp die Zwei-Drittel-Mehrheit. Seine größten Rivalen um die Gunst der Wähler sind die Demokratische Allianz (DA) unter Führung der ehemaligen Journalistin und Anti-Apartheid-Aktivistin Helen Zille und die Economic Freedom Fighters (EFF) von Julius Malema, dem früheren Präsidenten der ANC-Jugend.

Der ehemalige Chef des südafrikanischen Geheimdienstes, Ronnie Kasrils, gehört zu den politisch Enttäuschten und hat die Wähler aufgefordert, entweder ungültige Stimmzettel abzugeben oder für die Opposition zu stimmen. Der ANC forderte die Menschen dagegen auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Die Partei verwies auf die Opfer all derer, die jahrzehntelang für die Demokratie gekämpft hätten. „Für uns ist die Wahl ein begehrter Preis, der unter schwierigen und schmerzhaften Bedingungen verdient wurde“, erklärte der ANC.

Matthew Mundell, ein 20 Jahre alter Student der Fotografie, glaubt, dass die Führung der Regierungspartei gescheitert ist, auch wenn er den ANC nicht vollständig ablehnt, wie er sagt. Dieser habe schließlich seit 1994 viel erreicht und ihm verdanke er es, dass er gemeinsam mit Menschen anderer Hautfarben lernen dürfe. „Ich habe die Chance, verschiedene Kulturen kennenzulernen, verschiedene Familie und das ist wirklich interessant, das hat meinen Horizont erweitert.“

Die Studentin Mojaplo lebt im Township Alexandra, ganz in der Nähe der Villengegend Sandton in Johannesburg. Dieser Kontrast zwischen Arm und Reich ist in Südafrika immer wieder zu finden. „Sie haben keine neuen Häuser geliefert“, wirft Mojaplo dem ANC vor. „Wir in Alex leben immer noch in Hütten. Es ist eng, wir teilen uns Toiletten und es gibt immer noch Familien, die keinen Strom haben.“

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Wen außer den ANC sollte die schwarze Bevölkerung denn wählen? Villeicht eine weisse Partei? Sollte D in 30 Jahren als islamische Rebublik sofort erkemnnnbar sein,dann werden Muslime auch nur eine Muslimische Partei wählen. Vermutlich wird die erste dieser Parteien aus Salafisten gegründet 2017 an den Start gehen.

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