Preis für ein Barrel verteuerte sich
Opec drosselt die Fördermengen

Um die Ölpreise zu stützen will die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) die Fördermengen reduzieren. Darauf einigten sich die Opec-Minister überraschend in Wien.

HB WIEN. Öl verteuerte sich nach der Entscheidung weltweit um bis zu einen Dollar. Die Minister hätten sich auf eine Drosselung der Fördermengen der zehn Opec-Länder (ohne den Irak) um 900 000 Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) täglich geeinigt, sagte Kuwaits Ölminister Scheich Ahmad el Fahd el Sabah vor Journalisten in Wien am Rande des Opec-Treffens. Die Senkung werde ab 1. November wirksam. Die Fördermenge der Opec-Länder ohne Irak werde dann 24,5 Millionen Barrel täglich betragen. Es wurde erwartet, dass die Entscheidung am Nachmittag von den Ölministern der Opec-Länder ratifiziert werden sollte.

Der Preis für einen Barrel der marktführenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im November lag im Verlauf mit 26,48 Dollar und damit 96 Cent über seinem Vortagespreis. Auch der Preis für US-Öl stieg um bis zu einen Dollar und lag bei rund 28 Dollar. Analysten fürchten, dass die nun wohl weiter steigenden Ölpreise kurz vor Beginn der Heizperiode die weltweite Wirtschaftserholung dämpfen könnten. Die Entscheidung zeige, dass die Opec sich um Umsatz und Preis weitaus mehr kümmere als um irgendetwas anderes, sagte ein Analyst.

Der Ölpreis war in den vergangenen Monaten auf das niedrigste Niveau seit rund vier Monaten gesunken, obwohl der Irak seine Exporte wieder allmählich aufgenommen hat. Ziel der Opec ist es, den Preis für Opec-Öl in der Spanne von 22 bis 28 Dollar je Barrel zu halten. Vor Beginn des Treffens in Wien hatten die Ölminister der Opec-Länder gesagt, es gebe derzeit keinen Grund für eine Änderung der Förderquoten.

Der Irak, dessen Ölminister erstmals seit der Besetzung durch die USA an einem Treffen der Opec teilnahm, bekräftigte, das Land werde auch weiterhin Mitglied der Organisation bleiben. Der Einfluss der USA werde den Irak davon nicht abhalten, sagte der irakische Ölminister Ibrahim Bahr el Ulum.

Die Minister einigten sich zudem darauf, sich am 4. Dezember erneut zu treffen, um die Politik für das erste Quartal zu überprüfen. Die Diskussion um die Wahl eines neuen Generalsekretärs wurde verschoben.

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