Premierminister verteidigt Kriegsentscheidung
Blair gibt Geheimdienstfehler vor Irak-Krieg zu

Ja, der Geheimdienst habe Iraks Waffenpotenzials falsch eingeschätzt; nein, der Irak-Krieg sei deshalb kein Fehler gewesen: Der britische Premier Blair hält die Welt für einen besseren Ort ohne Saddam Hussein.

HB BERLIN. Der britische Premierminister Tony Blair hat am Sonntag Fehler des Geheimdienstes eingeräumt, als es darum ging, das Waffenpotenzial im Irak einzuschätzen. «Die Geheimdienstinformationen, die wir zu den tatsächlich verfügbaren Waffen hatten, stellten sich als falsch heraus», sagte Blair am Sonntag dem Rundfunksender BBC.

Kurz vor Beginn des Parteitags der Labour Party, verteidigte Blair aber erneut die Entscheidung Großbritanniens zum Krieg im Irak. Forderungen der Opposition, sich beim britischen Volk dafür zu entschuldigen, die US-Regierung bei ihrem Einsatz im Irak unterstützt zu haben, wies der Premier entschieden zurück.

«Einige Leute wollen, dass ich mich dafür entschuldige, dass wir Saddam Hussein losgeworden sind. Das kann ich nicht sagen.» Er glaube, dass «die Welt heute ein besserer und sicherer Ort» ohne den ehemaligen irakischen Staatschef und dessen Söhne in Machtpositionen sei.

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