Pressekonferenz im Weißen Haus
Obama erwartet höhere Arbeitslosigkeit

Balsam für Ben Bernanke: US-Präsident Barack Obama hat die Leistungen des Notenbank-Chefs in der Wirtschaftskrise gewürdigt. Bernanke habe unter sehr schwierigen Umständen eine gute Arbeit gemacht, sagte Obama am Dienstag vor Journalisten. Wenig Erfreuliches gab es vom US-Arbeitsmarkt. Hier erwartet Obama, dass die Arbeitslosenquote in diesem Jahr über zehn Prozent klettert.

WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama hat die Leistungen von Notenbank-Chef Ben Bernanke in der Wirtschaftskrise gewürdigt. Bernanke habe unter sehr schwierigen Umständen eine gute Arbeit gemacht, sagte Obama am Dienstag vor Journalisten. Der Präsident ließ aber nicht erkennen, ob er eine zweite Amtszeit Bernankes befürwortet. In der Presse war unlängst darüber spekuliert worden, ob Obamas Wirtschaftsberater Lawrence Summers auf Bernankes Posten nachrücken will. Bernankes erste Amtszeit läuft Ende Januar aus.

Am Dienstag sagte Obama weiter, die Fed habe vor Beginn der Krise wahrscheinlich besser als die meisten anderen Aufsichtsgremien gearbeitet. Aber alle Aufsichtsbehörden hätten Schritte versäumt, um die Wirtschaftskrise zu verhindern. Obama deutete an, dass auch die Fed nicht unschuldig am Ausbruch der Finanzkrise sei, indem sie hoch riskante Geschäfte im Finanzsektor duldete. Seit Ausbruch der Krise habe Bernanke aber sehr gute Arbeit geleistet, fügte Obama hinzu.

Obamas Äußerungen zu Bernanke wurden mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Zwar meinen die meisten Beobachter, dass der Fed-Chef nach wie vor das Vertrauen Obamas hat. Doch mehren sich die Stimmen, die Summers gute Chancen auf das wichtige Amt an der Spitze der Notenbank einräumen.

Außerdem äußerte sich Obama zum US-Arbeitsmarkt. Er erwartet, dass die Arbeitslosenquote im Land in diesem Jahr über zehn Prozent klettert. Auf der Pressekonferenz in Washington warnte er zugleich, dass auch dann noch weitere Jobs verloren gehen würden, wenn sich die Wirtschaft zu erholen beginnt. Die Arbeitslosenquote in den USA lag im Mai bei 9,4 Prozent. Obama räumte ein, dass der wirtschaftliche Erholungsprozess noch nicht eingesetzt habe. Er verteidigte weiter sein 787-Milliarden-Dollar-Konjunkturprogramm, ohne das die Rezession nach seinen Worten "noch viel schlimmer" ausgefallen wäre.

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