Prism-Skandal

Wie die CIA Schweizer Banken knackte

Die CIA hat Genfer Banken angeworben, um an Bankdaten heranzukommen, behauptet der PRISM-Informant Edward Snowden. Das löste prompt politische Verstimmungen zwischen den USA und der Schweiz aus.
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Schweizer Banken wurden angeblich von der CIA angeworben. Quelle: dpa

Schweizer Banken wurden angeblich von der CIA angeworben.

(Foto: dpa)

ZürichDie Enthüllungen des Informanten Edward Snowden über die Praktiken der US-Geheimdienste drohen den US-Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz zu befeuern. Denn laut Snowden hätte die CIA bewusst Genfer Banker angeworben, um an Bankdaten heranzukommen.

Das erzählte Snowden in seinem Interview mit dem britischen „Guardian“. Und löste prompt diplomatische Verstimmungen aus, denn das Schweizer Außenministerium versandte eine diplomatische Note an die US-Botschaft in Bern, um mehr über den Fall zu erfahren.

Snowden war von März 2007 bis Februar 2009 in Genf bei der UNO akkreditiert. Laut seinen Angaben war er dort als verdeckter Ermittler für den Auslandsgeheimdienst CIA tätig. Aus dieser Zeit berichtet er, wie die CIA gezielt Banker angeworben habe.

So hätten CIA-Mitarbeiter einen Banker im Jahr 2007 bewusst betrunken gemacht, um ihn dann mit dem Auto nach Hause zu schicken. Als der Banker in einer Polizeikontrolle geriet, half ihm die CIA aus der Patsche. Als Gegenleistung soll er dann geheime Bankdaten geliefert haben.

Nun wird in der Schweiz eifrig darüber spekuliert, wer der fragliche Banker gewesen sein könnte. Dabei fällt auch der Name von Bradley Birkenfeld; dieser hatte den US-Behörden enthüllt, wie die Schweizer Großbank UBS in den USA Kunden beim Hinterziehen von Steuern hilft.

Birkenfeld arbeitete im Sommer 2007 bei UBS in Genf und kümmerte sich um sogenannte Offshore-Kunden, also Kunden, die nicht in der Schweiz lebten. Durch Bradley kam der Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz erst ins Rollen.

Diesen Streit versucht die Schweiz seit Jahren aus dem Weg zu räumen; nun soll ein eigenes „Lex USA“ den Schweizer Banken erlauben, den USA Mitarbeiterdaten und Abschleicher-Listen zu liefern, ohne Schweizer Recht zu brechen. Die Datenlieferungen gelten als Voraussetzung dafür, dass Schweizer Banken sich im Steuerstreit mit der US-Justiz vergleichen können.

Das Notgesetz hat im Schweizer Parlament aber einen schweren Stand. Die Abgeordneten monieren, dass sie die Datenlieferungen genehmigen sollen, ohne zu wissen, wie teuer am Ende für die Banken ein Vergleich wird. Die Eckpunkte des Vergleichsprogramms wollen die USA erst offenlegen, nachdem das Schweizer Parlament grünes Licht für die Datenlieferungen gegeben hat. In der Nacht auf Dienstag scheiterte das „Lex USA“ im Wirtschaftsausschuss der zweiten Parlamentskammer. Mittwoch wird es dort im Plenum beraten. Snowdens Enthüllungen drohen nun das Klima weiter  aufzuheizen.

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6 Kommentare zu "Prism-Skandal: Wie die CIA Schweizer Banken knackte"

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  • @ Juri, ihnen auch viel Erfolg bei ihren Investitionen. Russland gehört genauso zu Europa wie Frankreich oder Deutschland. Wir sind in unseren Ansichten eben ein bisschen der Zeit voraus, mehr nicht.

    Hier ein Auszug von Seite 217 aus dem Buch "How the Reagan Admin hastened the decline of the Soviet Union by Peter Schweizer":

    "Only one track of the economic war against Moscow had yet to be fully implemented. Lower oil prices became a key administration objective in 1985. For many the main advantage was to the United States. “We wanted to lower international oil prices, largely for the benefit of the American economy,” says Edwin Meese, then the White House counsel. “The fact that it meant trouble for Moscow was icing on the cake.” But some individuals recognized the gravity of the subject as it related to Moscow’s precarious economic position. Roger Robinson recalls, “Bill Casey was keeping an eye on oil prices almost daily, and so were we. It was the centerpiece of the Soviet hard currency earnings structure and principal funding source of its military industrial complex.” Some believed that lower oil prices would happen simply by letting the market process run its course. Others, like Casey and Weinberger, thought the world’s larges oil producer, Saudi Arabia, needed some encouragement and support from the United States."

    Wir denke können getrost davon ausgehen das Fracking von der US Regierung gefördert wird.

  • Danke für die Antwort @Hagbard_Celine. Ich teile ihre Meinung über Russland, auch aus persönlicher Erfahrung. Russland wird derzeit nur als Rohstofflieferant wahrgenommen, was zu kurz greift.

    Es wird volatiler an den Märkten, gut am Volatility Index zu erkennen. Rechne mit einer scharfen Korrektur im Sommer, die werde ich zu weiteren Aufstockungen in Zyklikern z. B. OGZD und LKOD, evtl MNOD, nutzen. Vom heutigen Niveau aus, was leider bei OGZD den Stand von 03/2009 entspricht, sollten sie aber min. 25 - 30 % korrigiert haben. Mittelfristig bin ich sehr positiv auf mein ROI in Russia.

    Viel Erfolg bei Ihren Investments. Freundliche Grüsse!
    Juri

  • Interessanter Weise habe die USA unter Reagan den Niedergang der Sowjetunion beschleunigt indem sie damals die Saudis dazu gebracht haben den Ölhahn mit aller Gewalt aufzudrehen. Die Devisen der Sowjet Union stammten damals fast ausschließlich aus dem ÖL Sektor.

    Die Sowjetunion war damals allerdings - Aufgrund ihrer inneren politischen Machtstruktur, nicht seiner Menschen - eine große Bedrohung für Europa, etwas das auf das heutige Russland in keinster Weise zutrifft.

    Ich habe das vor langer Zeit in einem langem Interview mit dem damaligen Außenminister Hr. Schultz und dem Strategen für das Programm Hr. Rockefeller gesehen, eine sehr interessante Sendung.

    Das sind historische Tatsachen, mit ein bisschen Fleiß können Sie das im Internet nachlesen wenn Sie wünschen.

    Aufgrund dieses Interviews ist mir auch schon der Gedanken gekommen das der sekundär Nutzen des amerikanischen Fracking Programms ein startegisches Schwächen Russlands ist.

    Die gegenwärtige EU und Russland ergänzen sich perfekt, ich sehe nicht warum die Zusammenarbeit sich nicht intensivieren sollte bis hin zu einer Mitgliedschaft Russlands in der EU. (Dem Ami schenken wir dafür England damit der nicht ganz traurig ist).

    Gazprom hat 75% Eigenkapital und notiert mit einem KGV unter 3. Ab 2014 ändern die die Bilanzierung von RAS zu IFRS aufgrund dessen die Dividende steigen dürfte.

    Jeder Preis für die Aktie unterhalb 20 Euro ist eigentlich ein Witz, aber der Markt hat immer recht.

    Der Wert von Gazproms Reserven bewertet mit dem Großhandels Einkaufspreis von 50 Cent/m^3 ist 10,000 MRD Euro, in etwa so viel wie die US Staatsverschuldung.

    Gelingt es Russland 10% davon in die Infrastruktur zu pumpen kann man damit diese landesweit erneuern.

    E.ON Russia JSC könnte Sie auch interessieren, die Firma ist schuldenfrei und zahlt diese Jahr rund 10% Dividende nach Quellensteuer.

  • @Hagbard_Celine
    Stimme Ihnen zu.
    Was bisher vermutet wurde ist spätestens seit Snowdon Gewissheit.

    It's not only the financial sector. Russland ist wieder der neue alte Feind für die USA. Die USA braucht Feindbilder. Russland hat aufgrund seiner Rohstoffe und einer guten Ausbildung seiner akademischen Eliten durchaus gute Perspektiven. Gazprom ein Synonym für Russland und Putin. Ein Blick in die US-Presse genügt: Die Amerikaner erwarten das Putin mit Gazprom fällt - aber weder Gazprom noch Putin werden fallen. Diese ganze Fracking Blase und die Illusion einer energieautarken USA dient auch dazu Gazprom und damit Russland zu schaden.

    Es wäre besser, wir Europäer würden die Zusammenarbeit mit Russland auf Kosten der USA ausweiten sowohl wirtschaftlich als auch militärisch. Die Russen sind zuverlässigere langfristige Partner. Und ohne Europa ist die USA marginalisiert. Für die US - Amerikaner sind wir nicht Partner, sondern bestenfalls Vasallen.

    Ich bin vor kurzem bei 7.71 $ OGZD London, mit einer ersten Position, bei Gazprom eingestiegen. Kaufen wenn die Kanonen donnern. Ich denke im derzeitigen Kurs sind viele Risiken eingepreist. Die angelsächsische Presse ist überwiegend negativ. Natürlich, Gazprom hat Fehler gemacht. Der asiatische Markt ist nicht erschlossen und die Investitionen in Pipelines in Europa sind durch das gestiegene Angebot an LNG in Gefahr. Hingegen Shale Gas and Oil eindeutig nur kurzfristig, bis zum Platzen der Blase, eine Einschränkung für Gazprom bedeuten. Bei Fracking sind die Produktionskosten um 70 percent höher denn bei konventioneller Förderung. Sobald die Finanzierungskosten in den USA steigen und der Energiepreis fällt hat sich Fracking erledigt. Mittel bis langfristig jedoch wird Gazprom aufgrund seiner grossen Resourcen den Markt dominieren.

  • Ging es darum ein paar Steuern von US Bürgern ein zu treiben ?

    Wohl kaum, es war eher so das die USA als Verursacher einer beispiellosen Finanzkrise in Gefahr waren eine der wenigen Industrien zu verlieren wo sie noch führend waren.

    Deswegen musste das Schweizer Bankgeheimnis fallen.

    US Geheimdienste führen einen Wirtschaftskrieg gegen den Finanzplatz Schweiz, nicht mehr und nicht weniger.

    Aber Terroristen gibt es nicht nur in der Schweiz:

    "Europas Spitzenpolitiker in dem mit Zäunen und Bodyguards gesicherten EU-Ministerratsbau "Justus Lipsius" wurden mit Hightech-Wanzen perfekt belauscht - ausgerechnet in jenem Gebäude, in dem sich Ende vergangener Woche die europäischen Staatschefs trafen, in dem sich permanent Botschafter und Minister austauschen.

    Jedes EU-Mitgliedsland hat im Justus-Lipsius-Gebäude, dem Herzen der EU, seinen eigenen Trakt. Und gleich bei sechs Nationen - in den Delegationszimmern von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und Österreich - wurden hochmoderne Wanzen gefunden. Überall saßen die Lauschgeräte gut versteckt in den Zwischendecken."

    Die USA bedrohen heute die freiheitliche demokratische Grundordnung in Europa wie kein anderer Staat.

  • die banker arbeiten genauso tücksch wie die geheimdienste.

    da werden große summen,gold,wertgegenstände eingesammelt und wieder ausgegeben,also auch über grenzen geschoben.

    sie bezahlen provisionen bei vermittlung erfolgreicher kontaktaufnahme mit steuerkriminellen,auch an berater aller fachgebiete.

    ebenso wird im erbschaftsfall agressiv auszahlungsminimierung betrieben bis zur teilenteignung mit der drohung steuerbehörden und staatsanwaltschaften zu informieren

    und diese ganoven wollen sich über geheimdienstmachenschaften beschweren,die sie selbst seit ewigkeiten kultivieren

    mir kommen die tränen...

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