Private Gläubiger warten seit drei Jahren auf Zahlungen
Umschuldung in Argentinien

Im November will Argentinien mit der Umschuldung seiner Milliarden-Verpflichtungen bei privaten Gläubigern beginnen. Seit drei Jahren warten diese auf die Zahlungen. Die Regierung von Präsident Néstor Kirchner wird jedoch den Inhabern der seit Januar 2002 nicht mehr bedienten Bonds lediglich neue Anleihen anbieten, die in etwa nur 30 Prozent der aufgelaufenen Schulden entsprechen.

HB BUENOS AIRES.Der Umtausch der Wertpapiere werde am 15. November beginnen, hieß es weiter. Anschließend hätten die Inhaber fünf Wochen Zeit, das Angebot anzunehmen. Zwischen dem 20. Dezember und dem 7. Januar würden die neuen Bonds dann ausgegeben. Viele der Anleger haben jedoch bisher einen Verzicht auf 70 Prozent ihrer Forderungen abgelehnt.

Der Nominalwert der betroffenen Wertpapiere beläuft sich auf etwa 82 Milliarden Dollar (67 Mrd Euro) sowie weiterer etwa 20 Milliarden Dollar von Argentinien anerkannter Zinsforderungen. Eine Einigung über die Umschuldungsmodalitäten habe die Regierung jedoch bereits mit den privaten und öffentlichen Renten- und Pensionsfonds (AFJP) des Landes erzielt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Telam. Die Fonds halten fast 17 Prozent der umzuschuldenden Forderungen. Einzelheiten der Vereinbarung wurden zunächst nicht bekannt.

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