Private Gründe
Stellvertreter des US-Justizministers tritt zurück

Paul McNulty begründete seinen für den Spätsommer angekündigten Amtsverzicht am Montag mit der finanziellen Situation seiner Familie. Sein Rücktritt nach nur 18 Monaten habe nichts mit der Kontroverse um die Entlassung von acht der 93 Bundesanwälte zu tun. Wegen der Affäre steht auch Gonzales unter Rücktrittsdruck.

HB WASHINGTON. Der von den oppositionellen Demokraten dominierte Kongress untersucht seit März die Entlassung der Bundesanwälte. Die Demokraten vermuten, die Ankläger seien aus politischen Gründen ihrer Ämter enthoben worden. Die Regierung hat die Entlassungen verteidigt, zugleich aber Verfahrensfehler eingeräumt.

Nach Dokumenten, die das Justizministerium herausgegeben hat, war Gonzales verärgert über Äußerungen seines Stellvertreters. McNulty hatte im Februar ausgesagt, der Bundesanwalt von Alaska sei abgelöst worden, um einen früheren Mitarbeiter des Präsidialamts versorgen zu können. Die anderen seien wegen ihrer Leistungen entlassen worden. Zu später aufgekommenen Informationen, die auf das Gegenteil hindeuteten, erklärte Gonzales, er und sein Stellvertreter seien von Mitarbeitern falsch informiert worden.

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