Privatisierung
Aserbaidschan hilft Griechenland

Privatisierung mit Beigeschmack: Griechenland verkauft seinen staatlichen Gasversorgers an einen aserbaidschanischen Staatsbetrieb. Sonst schreckt die EU vor solchen Handelsbeziehungen wegen Menschenrechtsfragen zurück.
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Baku/ MoskauDas Euro-Sorgenkind Griechenland erhält bei der wichtigen Privatisierung seiner Staatsunternehmen Hilfe aus der autoritär regierten Südkaukasusrepublik Aserbaidschan. Das staatliche Energieunternehmen Socar übernimmt nach eigenen Angaben zwei Drittel des griechischen Gasversorgers Desfa. Einen Kaufpreis nannte der Konzern zunächst nicht.

Zuvor war eine Übernahme des Gasunternehmens Depa durch den russischen Staatskonzern Gazprom überraschend geplatzt. Griechenland hofft, mit dem Verkauf von Depa und Desfa insgesamt 1,3 Milliarden Euro zu kassieren.

Die Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan am Kaspischen Meer ist für ihre großen Öl- und Gasreserven bekannt. Auch Deutschland ist ein wichtiger Abnehmer. Der Bau einer von der EU unterstützten Gaspipeline von Aserbaidschan nach Südosteuropa unter Umgehung Russlands droht aber auch wegen eines Streits in Menschenrechtsfragen zu scheitern. Auch das Engagement in Griechenland erscheint unter diesem Gesichtspunkt fragwürdig.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Privatisierung: Aserbaidschan hilft Griechenland"

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  • Oh, oh, das kann nicht gut gehen
    DerAusverkauf Europas an solche Länder?
    Mein gott, wo sind wir mit unserer einstigen Europ. Union gelandet

  • Die Griechen mögen bitte ihre geschlossenen Berufe öffnen, dann wird auch ihre Wirschaft wieder anlaufen. Ich erlebe gerade in Portugal wie das ist, wenn alles abgeschottet ist und man eine Licenca oder Alvara für alles braucht. Da geht überhaupt nichts vorwärts. Aber ausgerechnet DAS haben sie nicht gemacht.

  • "Sonst schreckt die EU vor solchen Handelsbeziehungen wegen Menschenrechtsfragen zurück." Die EU tritt selbst tägliche Menschenrechte mit politischen und wirtschaftlichen Füssen!
    EU=Europäischer Untergang. Island stieg aus den Beitrittsverhandlungen aus=ein Licht am Rand dieses politischen Malochs. Der EURO ist die Monopolywährung dieses Untergangs. Untergang europäischer Kulturgeschichte in ihrer Vielfalt und eine bodenlos freche weil nicht demokratisch legitimierte Gleichmacherei über alle Nationen hinweg (alle Bürger: EU-Ausweis, nicht "Reisepass der Republik..."!!) sind "Weltbürger" - ach wie toll!!...sie sind defacto: ENTRECHTET! Dann sollen ALLE bitte ein digitales Konto haben - damit Schäuble & Co zypriotisch, wie Schäuble auch im Mai 2013 ganz selbstverständlich bestätigte am besten an einem Freitag zum Wochenende, sicher nach der Wahl 2013 darauf zugreifen können! Vertrauenswürdig! So kann Wachstum entstehen. Aber das soll ja garnicht sein. 60% der Bevölkerung sollen 2030 verarmt sein und bangladeshi-sch in Wellblechhütten leben, ohne Strom weil privatisiert zu teuer...ausgehungert sollen sie sein. Den Rest kann man sehr gut kontrollieren. Alternativlos wird dieser Weg an die Wand, diese durch die Wucht der Eliten nieder gefahren. Für den Einen ist die Wand Hartz-4, den anderen seine Dividenden, den Dritten sind es Mindestrenten, die SICHER sind... für den niedersten Diener sind es Hungerlöhne. Europa braucht den EURO nicht sondern die USA, die sich nun mehr und mehr abschottenden (IWF) Feudalisten in Brüssel, die INVESTOREN und die NWO brauchen den EURO um ihn 1:1 zum USD zu inflationieren. Um Europa, das solange die anderen Kontinente wie über GB etwa durch Tee Indien, Asien, dann Lateinamerika ausbeutete: auszupressen, mürbe und arm zu machen.

    http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/05/30/weltbank-insider-packt-aus-uber-korruption-und-die-federal-reserve/

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