Privatisierungspläne
Slowenien will ohne Hilfen durch die Krise kommen

Slowenien droht nach Zypern der nächste Krisenfall in der Euro-Zone werden. Doch mit der Privatisierung staatseigener Firmen will das Land etwaige Rettungshilfen vermeiden. Drei Unternehmen kämen dafür 2013 in Frage.
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LjubljanaSlowenien will über Privatisierungen noch in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Euro erlösen, um internationale Finanzhilfen zu vermeiden. Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Stanko Stepisnik, sagte am Dienstag im Reuters-Interview, die Regierung könne 2013 zumindest eine staatseigene Bank sowie zwei andere Firmen verkaufen.

Die Probleme des Finanzsektors könnten Slowenien nach Zypern zum nächsten Krisenfall in der Euro-Zone machen und unter den Rettungsschirm ESM drängen. Ein Reform- und Sparprogramm soll dies verhindern. Neben der Veräußerung von Staatsbeteiligungen und der Bankensanierung sind eine Mehrwertsteuererhöhung sowie Lohnkürzungen im Staatsdienst geplant. Wie in vielen anderen Ländern sind auch in Slowenien die Banken schwach aufgestellt und kämpfen mit faulen Krediten.

Stepisnik sagte für dieses Jahr einen Rückgang der slowenischen Wirtschaftsleistung von 2,1 Prozent voraus. Im kommenden Jahr werde es wieder ein leichtes Wachstum geben. Damit widersprach der Minister Erwartungen der EU-Kommission, wonach das Bruttoinlandsprodukt des Euro-Landes auch 2014 schrumpfen wird.

Slowenien hat sich gerade erfolgreich am Kapitalmarkt mit zwei Anleihen zusammen fast drei Milliarden Euro geliehen. Dadurch ist der Druck gesunken, sehr schnell handeln zu müssen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Hilfe wird nach der Bundestagswahl beantrag. Da gibt es garantiert eine geheime Absprache mit Merkel.

  • Teil 2 von 2

    "Slowenien will ohne Hilfen durch die Krise kommen"

    Und wenn es Slowenien schafft, ohne Brüsseler Zwangsjacke über die Runden zu kommen, kann das Land nur beglückwünscht werden.

    Die EU will ALLES nichtregistrierte Saatgut verbieten und bei Zuwiderhandlung als Straftat ahnden. Als ob die Natur die »Brüsseler Spitzen« um deren Meinung fragen würde. Zigtausend Jahre kam die Natur ohne Brüsseler Kriminalitätswahn allerbestens aus, sie wird sich auch künftig nicht um Bananenkrümmungsvorschriften scheren!

    Das nächste EU-Kriminalstück ist die Wasserprivatisierung, die es dringend zu verhindern gilt. Sonst ist die Zeit nicht mehr fern, in der auch die Atemluft privatisiert wird und die EU-Kommissare bestimmen, wer wann wie tief einatmen darf und wieviel Gebühr für den CO²-Ausstoß der Atemluft zu entrichten sind.

    Carl Theodor Körner, 1791 – 1813, schrieb:

    “Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten,
    vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
    Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
    dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.”

  • Teil 1 von 2

    "Slowenien will ohne Hilfen durch die Krise kommen"

    Es gab mal das letzte "Friedensjahr" 1914. Auf der damaligen Währung nach "Goldmark" basiert heute noch z.B. die Gebäudeversicherung als "unveränderlicher" Wert. Veränderungen - sprich: Teuerungen - wurden und werden nur durch Indizes berechnet und berücksichtigt.

    Das würde auch auch im täglichen Leben funktionieren - wenn man es nur funktionieren ließe! - wie folgt:
    Für eine Menge Gold erhalte ich bestimmte Waren in einer bestimmten Menge. Das Gold wurde aber in der Praxis durch (Papier-)Geld / Währungen ersetzt. Durch den "Wachstumswahn" wurde und wird im Laufe der Zeit immer mehr Währungsgeld für die gleiche Menge Waren benötigt – die Teuerungsspirale kam in Gang. Dummerweise muß aber auch für die gleiche Menge Gold immer mehr Währungsgeld auf den Tisch geblättert werden.

    Ergebnis:
    Wenn wir das Papier-/Währungsgeld mal außen vor lassen, erhalten wir – trotz Währungsteuerung, Wachstum und sonstigen uns verkauften Blödsinn – für die gleiche Menge Gold immer noch die gleiche Menge Waren.

    Das heißt im Klartext: Das ganze Geld- / Währungsgeschacher, das auf meist nicht vorhandenen und deshalb faulen »Einbildungs-Sicherheiten« basiert, ist einerseits der Motor der (kriminellen) Finanzindustrie, andererseits flog und fliegt es uns IMMER WIEDER um die Ohren. Im brandneuen Buch »Raus aus dem Euro – rein in den Knast« (ISBN 978-3-86445-062-4) zur Euro-Einführung, besser: zum Euro-Betrug sind die Hintergründe bestens erläutert. Kann nur empfohlen werden , bevor es verboten wird. Auf jeder Seite stellen sich einem mehrfach die Haare auf.

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