Privatisierungswelle Russland verkauft Tafelsilber

Mit dem Verkauf einer Beteiligung an der Großbank VTB startet Russland die größte Privatisierung seit den 90er Jahren. Das Land will mit den Milliarden-Einnahmen seinen Haushalt sanieren.
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HB MOSKAU. Mit dem Verkauf einer Beteiligung an der Großbank VTB startet Russland die größte Privatisierung seit den 90er Jahren. Russland wolle seinen zehnprozentigen Anteil an dem zweitgrößten Kreditgeber des Landes für mindestens drei Milliarden Dollar bis Anfang 2011 losschlagen, sagte Vize-Ministerpräsident Igor Schuwalow am Dienstag.

Mit der Privatisierungswelle will Russland seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern, die Konzerne modernisieren und den angeschlagenen Staatshaushalt sanieren. In den nächsten fünf Jahren sollen dabei insgesamt rund 50 Milliarden Dollar erlöst werden.

Russland sei bereit, die Kontrolle über alle größeren Konzerne und Banken abzugeben, wenn der Preis stimme, sagte Schuwalow. So soll in den kommenden Jahren auch eine Beteiligung an VTBs größerer Rivalin Sberbank veräußert werden. An dem Institut ist Russland mit 60 Prozent und an der VTB mit 85,5 Prozent beteiligt. Der Anteil an der Sberbank könne sogar unter die Kontrollmehrheit sinken, fügte Schuwalow hinzu.

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