Probleme in Buschehr: Rückschlag für iranisches Atomprogramm

Probleme in Buschehr
Rückschlag für iranisches Atomprogramm

Der Iran hat nach einem Bericht der „New York Times“ Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme seines ersten Atomkraftwerks. Es sollte nach jahrzehntelangem Bau noch in diesem Monat ans Netz gehen.
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WienErhebliche technische Schwierigkeiten lassen den Anschluss des ersten iranischen Atomkraftwerks ans Stromnetz immer weiter in die Ferne rücken. Das islamische Land müsse den gesamten
Reaktorkern des Kraftwerks in Buschehr ausbauen, hieß es am Samstag aus diplomatischen Kreisen in Wien. Dies würde die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks deutlich verzögern. Eigentlich hätte das seit Jahrzehnten im Bau befindliche Atomkraftwerk noch in diesem Monat endlich ans Netz gehen sollen.

In dem am Freitag an die Mitgliedsländer verteilten Iran-Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA steht, dass das Land die Behörde vergangenen Mittwoch informiert habe, dass es Brennstäbe aus dem Reaktorkern herausnehmen müsse. Nach Auskunft von diplomatischen Kreisen gibt es mit allen Brennstäben Probleme.

Was hinter den Schwierigkeiten steckt, ist unklar. Spekuliert wird über einen Angriff mit dem Computerwurm Stuxnet, dessen Opfer das Atomkraftwerk vermutlich im vergangenen Herbst wurde. Offen blieb damals das Ausmaß der Schäden im Atomkraftwerk, dessen Bau vor Jahrzehnten von der deutschen Firma Siemens begonnen worden war und das dann mit russischer Hilfe fertiggestellt wurde. Viele der Kontrollsysteme für die iranischen Industrieanlagen, auch in Buschehr, stammten von Siemens, und Stuxnet greift offenbar speziell diese Systeme an.

Auch bewusste Sabotage durch Russland, mit dessen Hilfe der Iran die Anlage baute, kommen Spekulationen zufolge in Frage. Experten halten derweil kleinere Probleme mit Brennelementen beim Start eines Reaktors durchaus für normal, der Austausch des gesamten Kerns habe allerdings eine größere Dimension.

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Rückschlag für iranisches Atomprogramm

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