Produktpiraterie Schlag gegen Vertrieb von Fälschungen

Raubkopien schaden nicht nur den Herstellern der Originale, sondern sie mindern auch Steuereinnahmen. Zoll- und Polizeibehörden aus den USA und Europa gelang jetzt ein Coup - allerdings nicht gegen die Fälscher selbst.
Update: 26.11.2012 - 22:32 Uhr Kommentieren
Gefälschte Markenartikel werden heute nicht nur auf der Straße, sondern auf Websites verkauft. Quelle: ap

Gefälschte Markenartikel werden heute nicht nur auf der Straße, sondern auf Websites verkauft.

(Foto: ap)

WashingtonIn den USA und in Europa sind Zollbehörden gemeinsam gegen den Vertrieb gefälschter Markenartikel über das Internet vorgegangen. Auf beiden Seiten des Atlantiks wurden insgesamt 132 Webseiten beschlagnahmt, wie der US-Zoll am Montag mitteilte.

Auf den Webseiten hätten Produktpiraten unter anderem gefälschte Produkte der Luxusmarken Armani, Chanel, Gucci, Dior und Versace angeboten. Auch Raubkopien von Software der Hersteller McAfee und Symantec seien dort verkauft worden.

An den Ermittlungen waren den Angaben zufolge Behörden aus Großbritannien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Rumänien sowie die europäische Polizeibehörde Europol beteiligt. Der Direktor der US-Zollbehörde, John Morton, sagte, dass Raubkopien ein "riesiges Problem" für die Industrie in den USA, Europa und anderen Teilen der Welt seien. Durch die Fälschungen würden Jobs vernichtet und dem Staat Steuereinnahmen vorenthalten.

Europol-Chef Rob Wainwright erklärte, Produktpiraterie sei "kein harmloses Verbrechen ohne Opfer".

  • afp
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