Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit
EU-Bank will 70 Milliarden aufwenden

Die Europäische Investitionsbank (EIB) will jährlich 70 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung stellen. Die Vergabe zinsgünstiger Kredite soll an die Schaffung von Lehrstellen gekoppelt werden.
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BerlinDie Europäische Investitionsbank (EIB) plant im Kampf gegen die in einigen EU-Ländern extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit ein Milliarden-Programm. "Die EU Bank stellt in diesem und in den kommenden beiden Jahren fast 70 Milliarden Euro jährlich zur Bewältigung der Krise und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung", sagte EIB-Präsident Werner Hoyer der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe). Das sei ein Anstieg um mehr als 40 Prozent, sagte Hoyer laut Vorabbericht. Es sei auch ein klares Signal, dass die EU die Mitglieder, die zur Haushaltskonsolidierung und zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit schmerzliche Einsparungen und Reformen vornehmen müssten, nicht im Stich lasse.

Die Vergabe zinsgünstiger Kredite soll Hoyer zufolge an die Schaffung von Lehrstellen gekoppelt werden. "Für die Europäische Investitionsbank spielt die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit eine herausragende Rolle", sagte er. Daher sollten unter anderem die Konditionen der EIB-Kredite als Anreiz für Firmen genutzt werden, damit diese Jugendlichen eine Chance böten.

Im krisengeschüttelten Euro-Staat Griechenland liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 70 Prozent. In Spanien haben 55 Prozent der jungen Leute keine Arbeit, in Italien sind es fast 40 Prozent. In Deutschland dagegen beträgt die Jugendarbeitslosigkeit nur 7,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit: EU-Bank will 70 Milliarden aufwenden"

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  • @Santos, @Beitragschreiber.
    Hier in GR werden praktisch alle Stellen mit Cousins und Cousinen besetzt - auch in den Unis und Fachhochschulen. Das Ergebnis dieser Personalpolitik war egal - die Stellen in GR sind ja fast alle staatlich. Das Geld für das Personal kam bisher aus der EU... Woher also sollen denn die angeblich so gut ausgebildeten Leute kommen?
    Und: glauben Sie, dass es in den anderen Ländern besser zugeht?
    Da wird schon wieder das Geld der europäischen Steuerzahler verpulvert.

  • Die Jungen in Europa scheinen aufgrund der ungebremsten Zuwanderung aus hauptsächlich muslimischen Ländern weiter unter Druck zu geraten bzw. vom Arbeitsarkt verdrängt zu werden.
    Dumm gelaufen, das mit der anhaltenden Massenzuwanderung.

  • Die Europäische Investitionsbank (EIB) will jährlich 70 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zur Verfügung stellen. Die Vergabe zinsgünstiger Kredite soll an die Schaffung von Lehrstellen gekoppelt werden.

    Klingt ja gut! Und wer kontrolliert die Verwendung der Gelder? Und was ist mit der Rückzahlung? Oder werden das wieder Schulden von "Südstaaten", die nie zurück gezahlt werden? Und dann haften die anderen Staaten dafür.Wenn die Verwendung so ähnlich läuft wie bei den Strukturmitteln, die vor allem eins gebracht haben, Bereicherung von Unternehmen und Schmiergelder für die Politiker, dann sollte man das Projekt stoppen.

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