Propaganda der Terrorgruppe IS
Können wir diese Bilder sehen – und nichts tun?

Abgetrennte Köpfe, verstümmelte Leichen: Dank Internet war es nie so einfach, das Grauen der Terrorgruppe IS zu verfolgen. Oder wenigstens die Propaganda. Doch was passiert beim Konsum der Brutalität? Ein Selbstversuch.
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DüsseldorfImmer wieder saust die Peitsche auf die auf dem sandigen Boden Liegenden nieder. Tritt die schwarzvermummte Gestalt zu. Prügelt. Schreit. Dann kommen andere Männer dazu, schwarz vermummt. Richten die Gefolterten auf. Halten ihr Gesicht in die Kamera, an ihren Hinterkopf eine Waffe. Und drücken ab. Im Hintergrund: Musik, der Wind und das Flattern einer schwarzen Fahne.

Ekel. Wut. Abscheu. Entsetzen. Unendliche Trauer. Der Drang, wegzuschauen. Und nicht zu können. Der Gedanke: Warum greift niemand ein?

All das geht mir durch den Kopf, als ich die Bilder sehe. Einen Vormittag habe ich mich durch Youtube und Twitter gequält und mir Videos und Bilder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschaut. Habe zwischendurch Pausen gemacht, weil ich die Bilder nicht mehr ertragen konnte. Der Auftrag: Eine Geschichte über die Propaganda der IS. Ich habe mich gefragt: Was davon muss man sehen? Und was sollten Medien veröffentlichen?

Schlimmer als Osama Bin Laden und seine Al-Kaida, grausamer und gewaltbereiter – das wird der IS nachgesagt. Die Videos und Bilder belegen es. Auch die Tausenden Flüchtlinge im Nordirak und ihr unendliches Leid. Ende Juni hatte die Terrorgruppe IS ein grenzübergreifendes Kalifat ausgerufen, ein Staatswesen, in dem die weltliche und religiöse Führung in einer Hand liegen, in der des Kalifen. Zum Kalifen wurde der Anführer der Terrorgruppe, Abu Bakr al-Baghdadi, bestimmt. Alle Muslime müssten ihm Gefolgschaft schwören. Wer es nicht tut, wird exekutiert. Wer andersgläubig ist, sowieso. Und die Hinrichtungen werden festgehalten und im Netz veröffentlicht.

Massenexekutionen, verstümmelte Leichen, abgeschlagene Köpfe: Nie war es so einfach, das Grauen der Terrorgruppe IS zu verfolgen. Oder wenigstens ihre Propaganda. „Denn mit einem Klick ist der User im Medien Dschihad“, sagt Asiem El Difraoui, Experte für extremistische Propaganda vom Institut für Medien- und Kommunikationspolitik. Dank Twitter und Co. ist er „mit einem Klick den Terroristen sehr nahe“. So geht es mir auch. Ich bin gefangen im Rausch des Grauens. Doch der Politologe, Volkswirt und Dokumentarfilmer El Difraoui, der sich intensiv mit der Propaganda von Al-Kaida und der IS beschäftigt und viel Zeit im Irak verbracht hat, weiß: „Die IS hat die Verbreitung der Propaganda im Netz nicht erfunden.“ Theoretisch weiß ich das auch. Aber es fühlt sich nicht so an.

Kommentare zu " Propaganda der Terrorgruppe IS: Können wir diese Bilder sehen – und nichts tun?"

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  • genau so ist es. der glaube, egal welcher richtung ist das größte übel welches die menschheit hervorgebracht hat. die einen berufen sich auf einen wie auch immer gearteten herrgott, wenn sie für sich ein stückchen land in anspruch nehmen, die anderen berufen sich darauf, wenn sie andersgläubigen die rübe runterholen, wiederum andere massakrieren ohnen hirn und verstand andersgläubige nur um ihren wahnvorstellungen ohne jedweden beweis genüge zu tun. in der brd werden diese glaubensfanatiker von der politik hofiert. unabhängig von deren schandtaten mit kindern und schutzbefohlenen. deren schadtaten während ihrer kreuzzüge sind geschichte. hauptsache gläubig. an widerlichkeit kaum noch zu überbieten. anscheinend gilt der spruch wo viel geld und macht (auch wenn alles zusammengestohlen wurde) da ist viel glaube. die steuergelder (auch von ungläubigen) werden gerne genommen. man kann gar nicht so viel fr......wie man kotzen m......

  • Na, SIE müssen es ja wissen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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