Protest gegen Drohnen-Politik: US-Senator redet fast 13 Stunden

Protest gegen Drohnen-Politik
US-Senator redet fast 13 Stunden

Ein US-Senator hat durch eine fast endlose Rede die Ernennung des neuen CIA-Chefs verzögert. Die Regeln erlauben eine Sprechzeit „bis zur Erschöpfung“. Den Rekord einer Senatsrede konnte er allerdings nicht knacken.
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WashingtonDurch endloses Reden hat der republikanische US-Senator Rand Paul die Ernennung des designierten CIA-Chefs John Brennan verzögert. Er werde „reden, bis ich nicht mehr reden kann“, sagte Paul am Mittwochvormittag - und sprach anschließend fast 13 Stunden lang bis Donnerstagnacht. Damit wollte er nach eigenen Worten gegen die Weigerung der Regierung protestieren, Drohnenangriffe auf US-Territorium auszuschließen.

Er werde erst aufgeben, wenn „der Präsident oder der Justizminister klarstellen, dass sie keine Nicht-Kämpfer in Amerika töten werden“, sagte der Senator aus Kentucky, nachdem er seinen Redemarathon um 11.47 Uhr vormittags am Mittwoch begonnen hatte. Er wolle klarmachen, dass „kein Amerikaner auf US-Boden durch eine Drohne getötet werden sollte, ohne zuvor angeklagt zu werden, ohne zuvor von einem Gericht schuldig gesprochen zu werden“.

Bei Pauls Taktik handelt es sich um einen so genannten Filibuster - die Verzögerung oder Verhinderung von Abstimmungen durch Endlosdebatten im Senat. Das Reglement sieht vor, dass ein Redner bis zur Erschöpfung sprechen darf - die übrigen 99 Senatoren dürfen ihm nicht das Wort entziehen. Den bisher längsten Filibuster bestritt im Jahr 1957 Senator Strom Thurmond, der 24 Stunden und 18 Minuten lang die Rassentrennung verteidigte.

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Kommentare zu " Protest gegen Drohnen-Politik: US-Senator redet fast 13 Stunden"

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  • Wenn Bush so was beschlossen hätte, würden die Demokraten vor Wut schäumen. Aber nein, nicht mit "yes we can" Obama.
    Wo bleibt die Empörung? Heil Obama! In den Faschistischen Staaten von Amerika wirst Du am Flughafen gegrabscht, du arbeitest der 1% zu und verdienst selbst einen Hungerlohn. Oder auch gar nichts und dann gehst Du zur Army um unschuldige Zivilisten in fremden Länder auf Basis von unhaltbaren Lügen zu ermorden. Aber es geht noch besser: jetzt kann auch der Durschnitts-Joe auf amerikanischem Boden Ziel einer Drohne sein. Alles Super in Obamaland ... für Wall Street, Big Pharma, Big Oil und das Militär.
    Freiheit? Dass muss wohl der amerikanische Traum gewesen sein: mann muss die Augen schließen um es zu sehen.
    E K E L H A F T

  • Unwahrscheinlich.

  • Gott schütze Rand Paul!

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