Protest gegen Sparkurs
Generalstreik legt Portugal lahm

Krankenhäuser haben geschlossen, die U-Bahnen bleiben in ihren Depots und Beamte lassen ihre Arbeit ruhen: Ein Generalstreik legt Portugal lahm. Die Gewerkschaften protestieren damit gegen den Sparkurs der Regierung.
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LissabonIn Portugal hat ein 24-stündiger Generalstreik aus Protest gegen die Sparpolitik der Regierung das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gebracht. Zu massiven Behinderungen kam es am Donnerstag unter anderem im Nahverkehr: Die Belegschaft der staatlich geführten Eisenbahngesellschaft CP, der Lissaboner U-Bahn und der Stadtbusse ließ fast geschlossen die Arbeit ruhen. Pendler mussten daher auf ihre Autos zurückgreifen, was wiederum in Lissabon und Porto zu massiven Staus führte.

Dem Streikaufruf der Gewerkschaften folgten auch Staatsbedienstete in Behörden sowie das Personal in öffentlichen Krankenhäusern. Wie portugiesische Medien berichteten, blieben etliche Kliniken im Land geschlossen. Operations- und Arzttermine mussten verschoben werden.

Zu Beeinträchtigungen kam es auch im Luftverkehr. 22 Flüge wurden am Vormittag gestrichen, 17 davon am Lissaboner Flughafen, wie der staatliche Flughafenbetreiber ANA mitteilte. Streiks gab es zudem auch bei einigen wenigen privaten Unternehmen.

Der Nationale Gewerkschaftsverbund CGTP und der Allgemeine Arbeiterverband UGT vertreten gemeinsam rund eine Million portugiesische Arbeitnehmer. Mit dem Generalstreik wollen die beiden Gewerkschaften die konservative Regierung zur Lockerung ihrer strikten Sparpolitik bewegen. Für Unmut sorgen vor allem jüngste Pläne einer Anhebung der Wochenarbeitszeit von Staatsbediensteten von 35 auf 40 Stunden. Einschnitte bei deren Rentenansprüchen soll es auch geben. Rund 50.000 der insgesamt 583.000 Beamten sollen überdies entlassen werden.

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Ministerpräsident fordert mehr Disziplin

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  • Hallo Anonym,

    was hat den Ihre Antwort mit meinem Beitrag zu tun. Wenn die EU feststellt dass Portugal das ärmste Land in Europa ist, wird das doch wohl stimmen oder wissen Sie das besser.

    Nichts gegen Ihre Profilneurose aber etwas nachdenken vor dem Schreiben würde schon guttun

  • Siehe oben, auch Sie wissen wohl nicht wo Europa anfängt, oder endet....Zum Thema Inkompetenz der Behörden nur so viel: Wer wie ich täglich auf den schönen NRW Autobahnen pendelt und die Baustelle auf der A1 Remscheid erlebt, kann auch in unserem geliebten Deutschen Land erleben, wie fähig Behörden sind. Vom Berliner Flughafen fangen wir lieber gar nicht an zu sprechen. Nichts ist schwarz / weiß, so wie es hier ständig dargestellt wird. Es gibt überall sehr viel grau. Es wäre doch sehr schön, wenn das mal akzeptiert würde.

  • Schade, dass Sie offensichtlich seit 18 Jahren nicht mehr in Deutschland waren, denn dann würden Sie wissen, dass auch hier eine große Kaste gibt, die ähnlich gut arbeitet dafür aber das doppelte oder dreifache für die gleiche Arbeitsleistung bekommt. Mal nebenbei gesprochen, würden viele Portugiesen genau das gerne verdienen würden, nämlich 5 Euro, was Sie für angemessen halten. Bei ca. 160 Monatsstunden würde das einen Lohn von ca. 800 Euro bedeuten. Nur leider muss man wissen, dass fast 50 % der Menschen den Mindestlohn von 500 Euro bekommen. Es wäre vielleicht auch hilfreich, wenn Sie uns mal erläutern könnten, wie Sie auf 1500 Dienstwagen kommen. Zählen Sie die Taxis dazu ??? Dafür, dass Sie vorgeben seit 18 Jahren in dem Land zu leben, wissen Sie erschreckend wenig und lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass Sie keine Ahnung haben, oder Sie schlicht nicht der sind, der Sie vorgeben zu sein. Zum Schluss noch die Bemerkung, dass Portugal nicht das ärmste Land Europas ist, es sei denn, man würde die Grenzen des Kontinents neu ziehen und selbst wenn es so wäre, bräuchte sich kein Mensch dafür schämen, denn Arm sein ist kein Verbrechen, oder eine Schande, auch wenn Sie das offensichtlich anders sehen. Danke für nichts.

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