Protest
Libanon boykottiert Gipfeltreffen

Der Libanon wird aus Protest gegen den syrischen Einfluss im Land nicht am Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Damaskus teilnehmen. Dies teilte die pro-westliche Regierung in Beirut am Dienstag nach einem Kabinettstreffen mit.

HB BEIRUT. Zur Begründung hieß es, Syrien und seine Verbündeten im Libanon, etwa die Hisbollah-Miliz, seien maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Land seit November ohne Präsident sei.

Der Gipfel findet an diesem Wochenende statt und sollte eigentlich die Staats- und Regierungschefs der arabischen Staaten zusammenbringen. Saudi-Arabien, das die libanesische Regierung von Ministerpräsident Fouad Siniora unterstützt und ebenfalls Syrien für die Krise in Beirut verantwortlich macht, will als Zeichen des Protests aber nicht mit König Abdullah teilnehmen, sondern lediglich einen diplomatischen Vertreter schicken. Ähnliche Überlegungen gibt es offenbar in Ägypten.

Die libanesische Präsidentenwahl im Parlament war zuletzt eigentlich für diesen Dienstag angesetzt, dann aber zum 17. Mal verschoben worden auf den 22. April. Das Regierungslager hat sich mit der pro-syrischen Opposition zwar schon auf den Kompromisskandidaten Michel Suleiman für das höchste Staatsamt geeinigt. Beide Seiten streiten aber noch immer über Verfassungsfragen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%