Protestaktion in Sydney
Australier demonstrieren gegen CO2-Steuer

Zehntausende Einwohner demonstrierten in Australien gegen die neue CO2-Steuer. Unterstützung lieferte die konservative Opposition. Die hat damit auch gleich ein gutes Wahlkampfthema für 2013.
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SydneyZehntausende Menschen haben in Australien gegen die seit Sonntag in dem Land geltende CO2-Steuer protestiert. Unterstützt wurden die Demonstrationen von der konservativen Opposition. Diese versprach, die Abgabe im Falle eines Wahlsieges im kommenden Jahr wieder abzuschaffen.

Industrie- und Innovationsminister Greg Combet zeigte sich dagegen zuversichtlich, dass die Bevölkerung des weltgrößten Kohle-Exporteurs einsehen werde, wie wichtig die Steuer im Kampf gegen Treibhausgase und Klimawandel sei. „Es ist zweifellos eine harte Reform, aber es geht auch um ein wichtiges Thema“, sagte er. Umfragen zufolge sind 63 Prozent der Australier gegen die Steuer.

Laut der nun in Kraft getretenen Regelung müssen zunächst 500 große Unternehmen wie Kohle- und Aluminiumproduzenten 23 australische Dollar (rund 18,25 Euro) pro Tonne Kohlendioxidemission zahlen. Der Preis ist mehr als doppelt so hoch wie der für ein Verschmutzungs- Zertifikat in Europa. Innerhalb von drei Jahren soll ein CO2-Handel nach europäischem Muster eingeführt werden.

Australien produziert 1,5 Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit. Pro Kopf liegt es aber unter den Industrieländern an einer der ersten Stellen. Die Labor-Regierung hat versprochen, die Emissionen bis 2020 um fünf Prozent zu senken, gemessen am Niveau des Jahres 2000.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Eine CO2-Steuer sollte auch dazu beitragen die CO2-Emmisionen zu senken und nicht nur zum Handel der Zertifikate genutzt werden - wie es überall üblich ist.

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