Protestbekämpfung
Saudi-arabische Truppen rücken aus Bahrain ab

Mit Hilfstruppen hat das saudi-arabische Königreich dem Nachbarland geholfen, die Proteste im eigenen Land in den Griff zu bekommen. Nun sollen die Soldaten wieder abgezogen werden.
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RiadNach der Niederschlagung der Proteste im Königreich Bahrain stehen die Verstärkungstruppen aus dem Nachbarland Saudi-Arabien offenbar kurz vor der Rückkehr in ihre Heimat. Die Soldaten würden ab Anfang kommender Woche nach einem Vierteljahr abrücken, weil sich die Lage deutlich beruhigt habe, sagte ein Mitarbeiter der Regierung in Bahrain am Dienstag. Eine weitere Person bestätigte dies und fügte hinzu, nicht alle der etwa 1000 zum Schutz von Regierungseinrichtungen entsandten saudiarabischen Soldaten würden auf einmal abgezogen. 

Im Februar begannen in Bahrain Demonstrationen, die überwiegend von der schiitischen Bevölkerungsmehrheit getragen wurden und sich gegen die sunnitischen Herrscher richteten. Mitte März entsandten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate nach einem Hilfegesuch der bahrainischen Führung Sicherheitskräfte, um dabei zu helfen, die Proteste in den Griff zu bekommen. Ein wegen der Proteste verhängter Ausnahmezustand wurde kürzlich wieder aufgehoben. 

Die bahrainische Regierung wirft ihren Gegnern Sektierertum mit Unterstützung der schiitischen Führung des Iran vor. Die Demonstranten weisen dies zurück. Es gehe ihnen um größere politische Freiheiten. Kürzlich verurteilte ein Militärgericht acht prominente Aktivisten zu lebenslanger Haft, was neue Proteste von Jugendlichen auslöste und Kritik von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sowie den USA nach sich zog, die in dem Königreich ihre Fünfte Flotte vor Anker haben.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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