Protestdemonstrationen in 250 amerikanischen Städten
Mehr als 100.000 New Yorker fordern Truppenabzug aus Irak

Zum ersten Jahrestag des Irak-Krieges am Samstag hat es auch in den USA Massendemonstrationen gegen den Krieg gegeben. Allein in New York gingen mehr als 100.000 Menschen auf die Straße.

HB BERLIN. Zum ersten Jahrestag des Irakkrieges haben 100.000 Menschen in New York den Abzug der US-Truppen aus Irak gefordert. «Es ist an der Zeit, unsere Kinder heimzubringen und zu erklären, dass dieser Krieg unnötig war», sagte Pfarrer Herbert Daughtry auf der Kundgebung in Manhattan.

Insgesamt fanden in 250 Städten Protestveranstaltungen statt, an denen sich tausende Menschen beteiligten. In Montpelier im US-Staat Vermont legten die Demonstranten vor dem Amtssitz des Gouverneurs 560 Paar Schuhe nieder, um an die im Irak-Krieg und während der Besatzungszeit getöteten Soldaten zu erinnern.

In Bushs texanischer Heimatstadt Crawford skandierten etwa 800 Demonstranten die Parole «Eins, zwei drei und vier, schmeißt den Lügner vor die Tür!»

In San Francisco demonstrierten zehntausende Menschen. Sie warfen US-Präsident George W. Bush vor, sie über die Gründe für den Krieg belogen zu haben. «George W. Bush, wie können Sie es wagen, Blut von Irakern, Amerikanern und anderen für ihr republikanisches Programm zu vergießen», sagte ein Vertreter der Stadtregierung bei der Kundgebung. Eine Puppe zeigte Bush mit einer langen Pinocchio-Nase.

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