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Proteste gegen Mohammed-Video: UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriffe auf Botschaften

Die Wut über das islamfeindliche Mohammed-Video ist grenzenlos. In der Arabischen Welt gibt es Proteste, die Gewalt eskaliert – vor allem gegen westliche Botschaften. Die internationale Staatengemeinschaft ist alarmiert.

Marokkanische Demonstranten verbrennen eine US-Flagge. Seit Dienstagnacht weiten sich die Proteste in der arabischen Welt aus. Quelle: dpa
Marokkanische Demonstranten verbrennen eine US-Flagge. Seit Dienstagnacht weiten sich die Proteste in der arabischen Welt aus. Quelle: dpa

New YorkDer Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Gewalt gegen diplomatische Einrichtungen in der arabischen Welt scharf verurteilt. Die Angriffe unter anderem auf die deutsche Botschaft im Sudan seien "nicht zu rechtfertigen", kritisierten die 15 Mitglieder des höchsten UN-Gremiums in einer am Freitagabend beschlossenen Erklärung. Der Sicherheitsrat erklärte, er sei "zutiefst beunruhigt" über die Gewalt. Das Gremium erinnerte die Gastgeber-Länder der diplomatischen Vertretungen zudem an ihre Pflicht, die ausländischen Einrichtungen zu schützen.

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Die wütenden Proteste in der islamischen Welt gegen einen islamfeindlichen Film aus den USA richten sich mittlerweile auch gegen Deutschland. Tausende Demonstranten steckten am Freitag die deutsche Botschaft in Sudans Hauptstadt Khartum in Brand.

Deutsche Vertretung in Khartum gestürmt Demonstranten attackieren Botschaften

Tausende sind in Kairo, Sanaa und Teheran auf der Straße und machen ihrer Wut Luft.

Deutsche Vertretung in Khartum gestürmt: Demonstranten attackieren westliche Botschaften

Bei vielen weiteren gewaltsamen Protesten in muslimischen Ländern kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte angesichts der Übergriffe "große Sorge" geäußert. "Ich verurteile die Angriffe auf die deutsche Botschaft in Khartum sowie auf mehrere amerikanische Botschaften in aller Schärfe", erklärte Merkel am Freitagabend.

Der Film "Innocence of Muslims" ("Die Unschuld der Muslime"), der den Propheten Mohammed verunglimpft, führt seit Tagen zu Ausschreitungen in der arabischen Welt. Islamisten stürmten am Dienstagabend zunächst in Kairo die US-Botschaft. In der libyschen Küstenstadt Bengasi wurden bei einem Angriff auf das US-Konsulat der US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter getötet, auch mehrere libysche Sicherheitskräfte starben. Die Proteste weiteten sich anschließend auf immer mehr Länder aus.

Heftige Proteste Sturm der Botschaft in Khartum

Auch in Khartum protestierten Menschen gegen das islamfeindliche Video eines Amerikaners, dass weltweit Wellen geschlagen hat. In der Hauptstadt des Sudan gerieten auch die britische und die deutsche Botschaft (Bild) ins Visier der Demonstranten.

Bild: AFP

US-Präsident Barack Obama hatte am Freitagnachmittag mit einer sehr persönlichen Rede auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews im US-Staat Maryland den vier in Libyen getöteten Botschaftsangehörigen seinen Respekt gezollt. Kurz zuvor waren die sterblichen Überreste des Botschafters Christopher Stevens sowie dreier Mitarbeiter am Freitag eingeflogen worden. Sie waren am Dienstag beim Angriff einer aufgebrachten Menge in der ostlibyschen Stadt Bengasi zu Tode gekommen.

Die Särge wurden in einem Transportflugzeug der US-Luftwaffe eingeflogen und in einem Hangar des Stützpunktes nahe der Hauptstadt Washington aufgebahrt. Präsident Barack Obama ergriff vor den mit Flaggen geschmückten Särgen in einer kurzen Rede das Wort und nannte die Getöteten Patrioten mit amerikanischen Idealen, die ihr Leben für andere gaben. Er umriss kurz ihr jeweiliges Lebenswerk. "Ihr Opfer soll nie vergessen werden. Wir werden diejenigen zur Verantwortung ziehen, die sie uns nahmen" sagte Obama zum Abschluss seiner Ansprache.

Die sterblichen Überreste der vier in Libyen getöteten US-Amerikaner trafen am Freitag in den USA ein. Quelle: dapd
Die sterblichen Überreste der vier in Libyen getöteten US-Amerikaner trafen am Freitag in den USA ein. Quelle: dapd

Zuvor sprach auch US-Außenministerin Hillary Clinton, deren Stimme zeitweilig stockte. Sie sagte die Menschen in Ägypten, Tunesien, Libyen und dem Jemen, wo es diese Woche zu gewalttätigen, antiamerikanischen Protesten wegen eines islamfeindlichen Films eines US-Regisseur kam, sollte nicht die "Tyrannei der Diktatur, gegen die Tyrannei des Mobs" eintauschen. Sie spielte damit auf die politischen Umwälzungen des Arabischen Frühlings an. Nach der Ansprache von Obama schien Clinton mit den Tränen zu kämpfen.

Früher am Tag traf Obama mit Vizepräsident Joe Biden die Familien der getöteten Diplomaten. Auch Clinton und US-Verteidigungsminister Leon Panetta zollten den Angehörigen vor der Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt ihren Respekt.

  • 16.09.2012, 22:30 UhrAndre

    George Bush rief seinerzeit zum Kreuzzug gegen die Barbaren auf. Die Zeit ist nun reif für den ersten Kreuzzug seit dem Mittelalter. Der Islam muss zunächst verboten werden. Das wäre der erste Schritt. Anschließend muss in Nordafrika und im Nahen Osten die Zivilisation wieder hergestellt werden.

  • 16.09.2012, 14:37 Uhrmargrit117888

    karstenberwanger
    es kann auch keinen interessieren, weil es keiner weiß

  • 16.09.2012, 14:35 Uhrmargrit117888

    Volle Zustimmung
    Aber Deutschlands Politiker mit seinem Gutmenschen-Getue und seinem Schuld-Kult-Wahn rennen sehenden Auges in den Abgrnd udn wrden ganz Deutschland vernichten

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