Proteste im Jemen
Zivilpolizisten schießen auf Demonstranten

Im Jemen sind bei Protesten gegen das Saleh-Regime erneut Demonstranten beschossen worden. Dabei gab es laut Angaben der Aktivisten mindestens drei Verletzte. Für den Abend sind neue Massendemonstrationen geplant.
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SanaaBei Protesten in der jemenitischen Hafenstadt Hodeida haben in Zivil gekleidete Polizisten am Freitag das Feuer eröffnet. Nach Angaben von Aktivisten wurden mindestens drei Menschen verletzt. Vertreter der Opposition und einflussreicher Jugendgruppen kündigten für die Hauptstadt Sanaa unterdessen Massendemonstrationen nach den Freitagsgebeten an.

In Erinnerung an die mehr als 130 bei Protesten gegen das Regime von Präsident Ali Abdullah Saleh getöteten Menschen riefen sie gemeinsam zu einem „Freitag der Märtyrer“ mit zwei Millionen Teilnehmern auf. Vor dem Präsidentenpalast versammelten sich Unterstützer Salehs.

Allein in den vergangenen Tagen waren bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Regierungsgegnern im Jemen mindestens 15 Menschen getötet worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte daraufhin einen besseren Schutz von Zivilpersonen. Die Behörden müssten ihrer Verantwortung und den Verpflichtungen internationaler Menschenrechte nachkommen, erklärte Ban am Donnerstag in New York.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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