Proteste in 80 Städten
Streiks in Frankreich gegen Sarkozys Rentenreform

Aus Protest gegen die von Präsident Nicolas Sarkozy geplante Rentenreform haben am Donnerstag in ganz Frankreich Hunderttausende ihre Arbeit niedergelegt. Jeder dritte Hochgeschwindigkeitszug blieb im Bahnhof, im öffentlichen Nahverkehr kam es vor allem im südfranzösischen Marseille zu Behinderungen.

HB PARIS. In insgesamt 80 Städten hatten die fünf größten Gewerkschaften des Landes gemeinsam zu Protesten gegen Sarkozys Vorhaben aufgerufen, die Lebensarbeitszeit vor dem Rentenanspruch um ein Jahr auf 41 zu erhöhen.

Nach Angaben der größten Gewerkschaft CGT nahmen an mehr als 150 Demonstrationen rund 700 000 Menschen teil, die Polizei nannte die Zahl von knapp 300 000 Teilnehmern. Im Jahr 2003 waren mehr als eine Million Menschen gegen Rentenreformen auf die Straße gegangen.

Im Nahverkehr von Paris und Lyon war von dem Ausstand zudem wenig zu spüren. Dafür blieben viele Häfen blockiert. Arbeiter traten aus Protest gegen eine Privatisierung staatlicher Anlagen in den Ausstand und Fischer setzten ihre Proteste wegen der hohen Treibstoffkosten fort.

Den zweiten Tag in Folge blockierten sie die Ausfahrten von zwei Raffinerien in Marseille und in La Rochelle im Westen des Landes. Betroffen waren die Anlagen von Total und Exxon Mobil. Bereits am Donnerstag hatte die Regierung der Fischereiindustrie Hilfen in Höhe von 110 Millionen Euro in diesem Jahr zugesagt.

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