Proteste in Griechenland
Anarchisten dringen in Hof des Verteidigungsministeriums ein

Die linksautonome Aktivistengruppe „Rubikon“ hat protestiert. Die Anarchisten richteten sich mit Flyern und Sprüchen gegen die militärische Kooperation Griechenlands mit den USA und Israel – eine von vielen Aktionen.
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AthenAus Protest gegen die militärische Kooperation Griechenlands mit den USA und Israel sind griechische Anarchisten vorübergehend in den Hof des Verteidigungsministeriums in Athen eingedrungen. Sie erreichten anschließend den Eingang, warfen Flugblätter mit dem Spruch „Solidarität mit dem Volk Palästinas“ und skandierten Sprüche wie „Stoppt die Kriege der Imperialisten“, wie das Staatsfernsehen ERT am Freitag berichtete.

Die Autonomen erinnerten zudem an einen vor 44 Jahren blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand gegen die Militärjunta in Griechenland (1967-1974). Der Protest der Studenten im Athener Polytechnikum am 17. November 1973 gilt als Höhepunkt des Widerstandes gegen die Militärregierung unter den Diktatoren Georgios Papadopoulos (1967-1973) und Dimitrios Ioannidis (1973-1974). Bei der Niederschlagung dieses Aufstandes wurden Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt. In Erinnerung an diesen Aufstand fanden am Freitagnachmittag in mehreren Städten Griechenlands Demonstrationen statt.

Die Aktion der rund 20 Anarchisten am Verteidigungsministerium habe nur wenige Minuten gedauert. Sie hätten dann das Gelände in der griechischen Hauptstadt wieder verlassen. Niemand sei festgenommen worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Verteidigungsministeriums.

Die linksautonome Aktivistengruppe „Rubikon“ (Griechisch: Ruvikonas) versucht immer wieder mit ähnlichen Aktionen auf sich und ihre anarchistischen Thesen aufmerksam zu machen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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