Proteste in Hongkong Studentenführer nehmen Gesprächsangebot an

Die Studentenführer in Hongkong nehmen ein Gesprächsangebot des dortigen Regierungschefs an. Die Proteste wollen sie jedoch weiterführen. Im Kampf um freie Wahlen haben sich unterdessen zwei Lager gebildet.
Update: 03.10.2014 - 04:26 Uhr 1 Kommentar
Für mehr Demokratie: Seit elf Tagen gehen die Menschen in Hongkong auf die Straße.

Für mehr Demokratie: Seit elf Tagen gehen die Menschen in Hongkong auf die Straße.

DüsseldorfMundschutz, Schutzbrillen, Gasmasken und Regenmäntel: Das ist die Ausrüstung der Demonstranten in Hongkong. Sie wollen keine Ruhe geben - auch heute nicht, am siebten Tag ihrer Proteste in Folge. Die Aktionen der Zehntausenden Demonstranten verlaufen bisher friedlich.

Die Demonstranten fordern mehr Demokratie und den Rücktritt des Hongkonger Regierungschefs Leung Chun Ying – und stellten ihm ein Ultimatum. Doch Leung lehnt einen Rücktritt ab. Immerhin erklärte er sich aber zu Gesprächen mit der Protestbewegung bereit. Ein ranghoher Regierungsvertreter werde die Verhandlungen auf Seiten der Regierung leiten, sagte Leung.

Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) kündigten die Studentenvereinigung an, das Gesprächsangebot von Leung anzunehmen. Es werde ein öffentliches Treffen mit der stellvertretenden Regierungschefin Carrie Lam organisiert.

Die Studenten hielten dennoch an ihrer Rücktrittforderung fest. Ein Amtsverzicht sei nur „eine Frage der Zeit“, hieß es in der Erklärung der Studentenvereinigung. Leung habe „seine Integrität verloren und das Vertrauen der Menschen verspielt“. Er habe nicht nur politische Reformen verweigert, „sondern auch die gewaltsame Niederschlagung friedlicher Proteste unter dem Einsatz von Tränengas angeordnet“. Die Studentenführer riefen die Demonstranten auf, ihre Proteste fortzusetzen, bis die Einführung freier Wahlen in Hongkong erreicht werde.

In grundsätzlichen Fragen gibt es keinen Raum für Kompromisse“, antwortet die chinesische Führung am Freitag in Form eines Kommentars im kommunistischen Parteiorgan „Volkszeitung“. Wenn die Wahlvorschläge des Volkskongresses für die ersten direkten Wahlen 2017 nicht angenommen würden, bleibe es beim alten Verfahren. Danach hatte bisher ein loyal zu Peking stehendes Wahlkomitee den Regierungschef bestimmt.

Auch außerhalb der Wirtschaft gibt es Gegner der Bewegung
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1 Kommentar zu "Proteste in Hongkong: Studentenführer nehmen Gesprächsangebot an"

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  • Demonstrationen in Honkong
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    Mundschutz, Schutzbrillen, Gasmasken und Regenmäntel: Das ist die Ausrüstung der Demonstranten in Hongkong. Sie wollen keine Ruhe geben - auch heute nicht, am siebten Tag ihrer Proteste in Folge. Doch immer noch sind die Aktionen der Zehntausenden Demonstranten friedlich. Doch das könnte jetzt anders werden.

    Sie fordern den Rücktritt des von Peking eingesetzten Regierungschefs Leung Chun Ying. Doch dieser lehnt einen Rücktritt ab.
    Er ruft Peking um Hilfe und fordert Panzer um die Demonstrationen wie 1989 am Platz des himmlischen Friedens gewaltsam niederzuschlagen.

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