Proteste in Russland
Wer kann es mit Putin aufnehmen?

In Russland gehen Zehntausende auf die Straßen und fordern Neuwahlen - doch Regierungschef Putin bleibt gelassen. Denn eine Frage ist noch immer schwer zu beantworten: Gibt es einen echten Herausforderer?
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MoskauManch einer in Russland sieht angesichts der Massenproteste das Ende der Ära von Regierungschef Wladimir Putin nahen. Doch der 59-Jährige reagiert demonstrativ gelassen auf die Kundgebungen, für die er zuletzt selbst ausdrücklich grünes Licht gegeben hatte. Die meisten Teilnehmer fordern vor allem das Recht auf faire und freie Wahlen ein. „Das sind Bürger, die Forderungen stellen, aber die Machthaber nicht auswechseln wollen“, sagt der Politologe Michail Remisow.

Und Putin verspricht, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen. Er strebt nach der umstrittenen Dumawahl nun bei der Präsidentenwahl am 4. März 2012 danach, wieder in den Kreml einzuziehen. Eine Alternative zu Russlands starkem Mann ist nach Ansicht von Beobachtern nicht in Sicht. „Ob es einem gefällt oder nicht, Putin ist im Moment der einzige, der diese nicht effektive Staatsmaschine irgendwie steuern kann“, schreibt der Oligarch Michail Prochorow in seinem Internet-Blog.

In der Tat stellt sich die Frage nach glaubhaften Herausforderern. Immer wieder fällt der Name des prominenten Bloggers Alexej Nawalny. Er prägte das schon geflügelte Wort der „Partei der Diebe und Gauner“ über Putins Hausmacht Geeintes Russland und beschwor bereits das politische Ende des Ex-Geheimdienstchefs. Doch er gilt nicht als einigender Kandidat - auch wegen seiner oft nationalistischen Forderungen.

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„Im besten Fall 30 Prozent der Stimmen“

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  • Российские протесты готовились с начала 2011 года, в том числе и Госдепом США, которые выделяют на эти цели сотни миллионов долларов, но тем не менее на демонстрации вышли 0,001% избирателей. Путин был, есть и будет самым популярным политиком в России. Так, что успокойтесь мракобесы.

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