Proteste in Tokio gegen Einsatz japanischer Soldaten in Irak: Paris dementiert Entsendung von Soldaten

Proteste in Tokio gegen Einsatz japanischer Soldaten in Irak
Paris dementiert Entsendung von Soldaten

Frankreich will entgegen anderslautender Berichte offenbar doch keine Soldaten nach Irak entsenden. In Japan demonstrierten Tausende gegen die Entsendung japanischer Truppen.

HB BERLIN. Das französische Verteidigungsministerium hat einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» dementiert, wonach Paris 3000 Soldaten nach Irak entsenden wolle. Dies sei nicht richtig, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Sonntag. Dagegen treffe es zu, dass man prüfe, den Stab des französisch-deutsch geführten Eurokorps für den Nato-Einsatz in Afghanistan bereitzustellen. Das Magazin hatte berichtet, Paris habe sich dem Druck Washingtons gebeugt und wolle deswegen Soldaten nach Irak entsenden.

In Tokio demonstrierten am Sonntag rund viertausend Menschen friedlich gegen die Entsendung japanischer Truppen nach Irak. Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Junichiro Koizumi der Entsendung von Truppen am Montag zustimmt. Japan will etwa 400 Soldaten schicken, die sich aber ausschließlich an humanitären Einsätzen beteiligen sollen.

Mehrere japanische Zeitungen berichteten, Japan wolle in der Region, in der die Soldaten eingesetzt werden, 500 bis 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Damit wolle man sich die Unterstützung der Bevölkerung sichern. Geplant sei der Bau von Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden.

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