Proteste nach Tod von zwei Afroamerikanern
Festnahmen in Minneapolis

Der Tod von zwei Afroamerikanern durch die Polizei sorgt in den USA für großen Unmut. Überall gehen Demonstranten auf die Straßen. Die Polizei greift durch und nimmt etliche fest. Bürgerrechtsorganisationen klagen nun.

Minneapolis/Baton RougeBei einer Protestaktion gegen den jüngsten Tod zweier Afroamerikaner durch Polizeischüsse sind im US-Staat Minnesota 41 Demonstranten festgenommen worden. Die Protestler hätten zuvor am Mittwoch zur Hauptverkehrszeit eine Autobahn in der Innenstadt von Minneapolis eine Autobahn blockiert, teilten die Behörden mit. Zudem wurden vier Fahrzeuge beschlagnahmt, die die Demonstranten am Morgen für die Blockade nutzten.

Zunächst marschierten sie auf eine Brücke über dem Mississippi River und skandierten die Parole „Ich glaube, wir werden gewinnen“. Rund eine später begannen Beamte damit, Demonstranten auf der Autobahn festzunehmen. Kurze Zeit später wurde der Verkehr wieder freigegeben.

Festgenommen wurden Demonstranten auch in der US-Stadt Baton Rouge, im Bundesstaat Louisiana. Dort haben nun wegen des Vorgehens gegen die Protestler mehrere Bürgerrechtsorganisationen in den USA Klage gegen die Polizei in der Stadt eingereicht. Die Sicherheitskräfte hätten den Menschen das Recht auf eine friedliche Demonstration genommen, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der American Civil Liberties Union (ACLU).

Wegen des Verhaltens der Polizei sei die Lage bei den Protesten eskaliert, heißt es. In Baton Rouge und im Bundesstaat Minnesota gelegenen Ort Falcon Heights waren in der vergangenen Woche die Afroamerikaner Alton Sterling und Philando Castile durch Polizeikugeln getötet worden.

In zahlreichen Städten gingen daraufhin am Wochenende Tausende gegen Polizeigewalt auf die Straße. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten. Allein in Baton Rouge wurden fast 200 Menschen festgenommen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Auf Bildern ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte in voller Kampfausrüstung auf Demonstranten losgingen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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