Proteste: Saudiarabische Soldaten marschieren in Bahrain ein

Proteste
Saudiarabische Soldaten marschieren in Bahrain ein

Rund 1000 bewaffnete saudiarabische Soldaten sind am Montag in Bahrain einmarschiert, um die Macht des dortigen Königs gegen die Opposition zu sichern. Die USA rufen indes die anderen Golfstaaten zur Zurückhaltung auf.
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Riad/ManamaEtwa 1000 Soldaten seien in Bahrain eingerückt, um Einrichtungen der Regierung zu schützen, hieß es in saudiarabischen Regierungskreisen.

Nach Aussage von Augenzeugen bewegten sich die nur leicht bewaffneten Truppen auf Riffa zu, eine sunnitische Gegend, in der die Königsfamilie lebt und in der sich auch ein Militärkrankenhaus befindet. Die Augenzeugen berichteten von 150 gepanzerten Truppentransportern und 50 weiteren Fahrzeugen, darunter Ambulanzen, Tankwagen mit Trinkwasser, Busse und Geländewagen. Panzer oder Raketenwerfer seien nicht zu sehen, sagten die Augenzeugen.

Die Soldaten seien über die 25 Kilometer lange Brücke von Saudi-Arabien aus in den Inselstaat gelangt. Auf dem Parkplatz des Militärhospitals seien Erste-Hilfe-Zelte aufgebaut worden.

Hunderte Bahrainer versammelten sich an einem Verkehrskreisel, der mit dem Auto etwa eine halbe Stunde von der Brücke entfernt ist, um sich gegen eine Niederschlagung der Proteste durch die fremden Truppen zu wehren. In saudiarabischen Regierungskreisen hieß es, die Soldaten seien Teil einer Eingreiftruppe des Golf-Kooperationsrates. Dem Gremium gehören sechs Staaten an, es stimmt die Militär- und Wirtschaftspolitik in der Region ab.

Die regierungsnahe Tageszeitung „Gulf Daily News“ berichtete, die ausländischen Soldaten sollten wichtige Teile der Infrastruktur sichern und die Energie- und Trinkwasserversorgung gewährleisten. Sie sollten aber auch Gebäude der Finanzbranche schützen.

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Opposition verurteilt Einmarsch als Angriff auf wehrlose Bürger

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