Prozess des Nachdenkens
Chirac und Schröder fordern Sondergipfel

Der französische Staatspräsident Chirac hat europäischen Amtskollegen einen Sondergipfel zur Zukunft Europas vorgeschlagen. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel sagte Chirac, das Krisentreffen müsse einen Prozess des Nachdenkens anstoßen, der die Bürger mit dem Projekt Europa versöhne.

dpa BRÜSSEL. „Frankreich ist diesbezüglich bereit, die Idee eines Sondertreffens der Staats- und Regierungschefs zu unterstützen, um die grundlegenden Themen für die Zukunft der Union und jeder einzelnen Nation zu besprechen“, fügte Chirac hinzu.

Die EU-Verfassung dürfe nicht am Nein der Franzosen beim Volksentscheid vom 29. Mai scheitern, meinte der Präsident. Die französische Entscheidung sei klar und eigenständig. „Aber es ist nicht die Sache eines einzelnen Landes, über das Schicksal eines Vertrags zu befinden, der von 25 ausgehandelt und unterzeichnet wurde“, sagte Chirac. Er wünsche einen Beschluss des Gipfels, der die Entscheidung anderer Staaten für die Verfassung berücksichtige.

Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützt den Vorschlag eines EU-Sondergipfels, um über die Ziele und Aufgaben der Union zu beraten. Europa sei mehr als ein gemeinsamer Markt. „Europa ist auch ein Gesellschaftsmodell, das politische Institutionen braucht“, sagte Schröder seinen Partnern beim EU-Gipfel.

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