Prozess ohne Strafe: Dänische Offiziere wegen Misshandlungen im Irak verurteilt

Prozess ohne Strafe
Dänische Offiziere wegen Misshandlungen im Irak verurteilt

Vier Offiziere des dänischen Kontingents im Irak sind wegen Menschenrechtsverletzungen schuldig gesprochen worden. Das Gericht verhängte jedoch keine Strafe, weil es die Armeeführung versäumt habe, klare Verhaltungsregeln für Verhöre zu erlassen.

HB KOPENHAGEN. Das Stadtgericht von Kopenhagen befand am Donnerstag, dass die Armeeoffizierin Annemette Hommel im Rang eines Hauptmanns und vier Offiziere der Polizei bei Verhören die Rechte von Gefangenen missachtet hätten. Das Gericht bezeichnete es als erwiesen, dass die Angeklagten Gefangene bei Verhören im März 2004 gezwungen hätten, in unbequemen Positionen zu knien. Dies sei ein Verstoß gegen die Genfer Konvention zur humanen Behandlung von Gefangenen.

Aus Mangel an Beweisen wurden die Offiziere in anderen Anklagepunkten freigesprochen. Dabei ging es um Vorwürfe, dass den Gefangenen Wasser vorenthalten worden sei und dass sie beschimpft worden seien. Die fünf Angeklagten erklärten sich für unschuldig und legten Berufung gegen das Urteil ein. Dänemark hat in der südirakischen Hafenstadt Basra 530 Soldaten stationiert.

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