Prozessbeginn im Oktober
Moussaoui für nicht zurechnungsfähig erklärt

HB BERLIN. Die Anwälte des Terrorverdächtigen Zacarias Moussaoui haben die Zurechnungsfähigkeit ihres Mandanten bezweifelt. Sie schrieben in einer Eingabe an das Gericht, ihr Mandant sei nicht in der Lage, ein Schuldeingeständnis für ein Verbrechen abzugeben, für das es die Todesstrafe gebe. Damit kamen sie einer Erklärung Moussaouis zuvor, der sich schuldig erklären wollte.

Bereits am Mittwoch hatte Richterin Leonie Brinkema ein Gespräch mit Moussaoui geführt, um sich ein Bild von dessen geistiger Zurechnungsfähigkeit zu machen. Sie halte den in Marokko geborenen Franzosen für prozessfähig, sagte sie und setzte eine Anhörung für Freitag an.

Unklar ist, ob sich der Angeklagte tatsächlich schuldig bekennt. Er hat seine Meinung in diesem Punkt bereits einmal geändert. Das eigentliche Verfahren gegen Moussaoui, das einzige in den USA wegen der Anschläge des 11. Septembers 2001, soll im Oktober beginnen.

Moussaoui wird terroristische Verschwörung vorgeworfen. Er soll als einer der Todespiloten des 11. Septembers vorgesehen gewesen sein, saß jedoch damals in Haft. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war Moussaoui in die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon eingeweiht.

Moussaoui hatte seine Al-Qaida-Mitgliedschaft und Kontakte zu Osama Bin Laden zugegeben, eine Beteiligung an den Anschlägen vom 11. September 2001 aber bestritten.

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