Putin bei Präsidentschaftswahl ohne ernsthafte Konkurrenz
KP-Chef Sjuganow verzichtet auf Kandidatur

Der bisher als möglicher Kandidat für die Präsidentschaftswahl in Russland gehandelte KP-Chef Sjuganow hat seinen Verzicht erklärt. Er werde nicht antreten.

HB BERLIN. Nachdem vor wenigen Tagen bereits der russische Nationalist und Chef der Liberaldemokratischen Partei, Wladimir Schirinowski, auf eine Kandidatur für das Präsidentenamt verzichtet hatte, hat das nun auch der Führer der russischen Kommunisten Gennadi Sjuganow getan. Am Sonntag sagte er, er stehe für eine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im März nicht zur Verfügung. Beobachter gehen nun davon aus, dass Präsident Wladimir Putin keine ernsthafte Konkurrenz zu erwarten haben wird.

Wie ein Parteisprecher am Sonntag mitteilte, will an Stelle Sjuganows der 55-jährige Duma-Abgeordnete Nikolai Charitonow für die Kommunistische Partei (KP) antreten. Bei einer Sitzung am Samstag hatte die Partei beschlossen, die Präsidentschaftswahl nicht zu boykottieren. Dies hatten mehrere Mitglieder nach der Parlamentswahl Anfang Dezember gefordert, nachdem Betrugsvorwürfe laut geworden waren.

Bei der Parlamentswahl hatte die KP lediglich 12,6 Prozent der Stimmen erhalten. Als großer Sieger ging «Einiges Russland» hervor, die inzwischen durch Neuaufnahmen unabhängiger Abgeordneter zwei Drittel der Mandate in der Duma hält. Sie unterstützt Präsident Wladimir Putin.

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