„Putin hat die Waffenruhe gebrochen“ Nato-Generalsekretär kritisiert Putin scharf

Der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wählt gegen Putin ungewöhnlich klare Worte. Der russische Präsident soll den Konflikt in der Ukraine angeheizt haben. Einen neuen kalten Krieg sah er allerdings nicht aufziehen.
Update: 14.11.2014 - 10:39 Uhr 19 Kommentare
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. „Jeden zweiten Tag beginnt eine neue Militär-Übung in der Nato.“ Quelle: ap

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. „Jeden zweiten Tag beginnt eine neue Militär-Übung in der Nato.“

(Foto: ap)

BerlinNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Ukraine-Krise scharf kritisiert. Putin habe das Aufflammen des Konflikts "auf jeden Fall befördert" und "klar die Vereinbarungen zur Waffenruhe gebrochen" sowie "erneut die Integrität der Ukraine verletzt", sagte der Norweger in einem "Bild"-Interview (Freitagausgabe). Die Nato habe in den vergangenen Tagen beobachtet, dass Russland erneut Waffen, Ausrüstung, Artillerie, Panzer und Raketen über die Grenze in die Ukraine gebracht habe. Putin gefährde zudem den zivilen Luftverkehr, denn seine Kampfjets flögen ohne Transpondercodes und kommunizierten nicht mit der Flugsicherung. "Nato-Flugzeuge haben in diesem Jahr schon mehr als 100 Mal russische Flieger abgefangen - mehr als drei Mal so viel wie 2013."

Man befinde sich zwar nicht am Rande eines neuen Kalten Kriegs, sagte Stoltenberg. "Aber wir sind auch nicht mehr im Zustand vertrauensvoller Kooperation mit Russland, den wir in den vergangenen Jahren aufgebaut haben." Russland untergrabe "die wertebasierte Sicherheitsarchitektur in Europa".

Russland hat Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen, wonach es die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine militärisch unterstützt. Die Lage in der Ukraine hat sich in den vergangenen Tagen erheblich verschärft. Trotz der vor zwei Monaten vereinbarten Waffenruhe kommt es nahezu täglich zu Kämpfen. Am Donnerstag kamen mehrere ukrainische Soldaten um.

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin sprach sich inzwischen gegen eine Militäroffensive in den Rebellengebieten aus. Eine solche Aktion "würde doch auch die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft ziehen, unsere ukrainischen Landsleute", sagte Klimkin der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Seine Regierung wolle sich weiter an das Waffenruhe-Abkommen halten und strebe eine politische Lösung an. Vor wenigen Tagen hatte Klimkin noch gesagt, dass sich die Ukraine die von den Rebellen besetzten Gebiete "zurückholen" werde.

  • rtr
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19 Kommentare zu "„Putin hat die Waffenruhe gebrochen“: Nato-Generalsekretär kritisiert Putin scharf"

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  • Eigentlich ist es ganz einfach.
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    Ein grosses Übersee-Land, das seit Jahrzehnten andere Länder völkerrechtswidrig überfällt, das aus egoistischen Motiven überall Vasallen einsetzt, das hemmungslos sein Militär über 26 Millionen Menschen in aller Welt töten lässt, das nun vor der Pleite wegen Misswirtschaft steht und einen Großen Krieg in Europa anzetteln will ….ein solches Land ist KEINE DEMOKRATIE !!

    Auch die Länder, die mit einem solchen Land paktieren und deren Befehle befolgen, und das noch zum Schaden der eigenen Bevölkerung …..SIND KEINE DEMOKRATIEN !!!

  • Diskussion mit Gysi, Wimmer, Gauweiler und Lafontaine, sehr empfehlenswert:
    http://www.youtube.com/watch?v=tifbCDC2wjc#t=3929

    Lafontaine sagt richtig z.B.: DIE GANZE AUSSENPOLITIK IST EIN EINZIGES LÜGENGEBÄUDE !!

  • Ja, Eurpa steht vor einem neuen Krieg. Der dumme Deutschmichl begreift es nur och nicht. Er fällt auf die Propagan rein. Erinnert so an einst.
    Die Europäer laufen wieder mal wie Dummis in einen neuen Krieg.
    War es 1914 nicht ähnlich?

  • Wieviel NATO und US Soldaten sind in der Ukraine schon stationiert? Wieviel davon kämpfen schon lange in den Reihen von Poroschenkos Leuten?
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    Wenn aber Russen russenstämmige Ukrainer verteidigen wollen, das ist ein Verbrechen, aber dass die Amerikaner mit ihren “Freiwilligen” bezahlten Söldnern die russisch-ukrainische Bevölkerung in der Ost-Ukraine tötet, das macht nichts.

  • Na das anstehende NATO-Manöver ist also nicht "provokant und potenziell destabilisierend" ?
    Russland hat das gleiche Recht wie alle anderen Nationen in internationalen Gewässern seine Muskeln spielen zu lassen. Und gerade die USA sollten sich lieber mal etwas zurücknehmen; kein anderes Land brach öfter das Völkerrecht und UN-Konditionen in der Vergangenheit.
    Wenn schon alle auf die Einhaltung dieser Regeln pochen, dann aber bitte doch auch konsequent. Wo waren die Sanktionen gegen die USA wegen dem nutzlosen Irakkrieg? Guantanamo? NSA? Oder soll ich noch tiefer in den Vergangenheit bohren? "Gladio", "Chile" ?

  • Mir schrieb ein Bekannter aus den USA:
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    Ich habe 25 Jahre für die USA gearbeitet. Wenn Soldaten in den Krieg mussten, kurz nach der Grundausbildung, wurden ihre Habseligkeiten bei uns eingelagert.
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    Sie glauben gar nicht wie viele Selbstmordversuche wir gesehen haben, ob geglückte auch dabei waren weiß ich nicht. Ich behaupte dass jeder Soldat zumindest betrunken oder mit Medikamenten zugedröhnt war.
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    Und das alles für unfähige und gelenkte Politiker.

  • Die Frage, wem das nutzt das böse Spiel gegen Russland, lässt sich leicht beantworten?
    Alles für die Machthaber und Geldeliten, nur nicht dem Volk, das hier skrupellos geopfert wird.
    Die EU und Russland waren dabei sich immer stärker anzunähern und eine gemeinsamen Wirtschaftsraum zu bilden. Die USA braucht die EU für sich alleine als “Freihandelszone” (sprich Absatzmarkt). Mit dem Krieg und den Sanktionen ist die EU nun wieder voll unter der Schuldsklaverei des US Dollars.
    Russland verliert zwar die sterbende EU als Partner, gewinnt aber gleichzeitig die Zukunft, die BRICS. Die Dollar Hegemonie ist damit endgültig gebrochen.
    Und es gibt strategische Interessen an der Ost-Ukraine, wie die Biden Familie, die sich die Ressourcen dort aneignen will, diverse Machtoligarchen mit ihren gekauften Söldnerheeren und Russlands Geopolitik als Nachbar
    Aussdem gilt, wenn man die Wirtschaft an die Wand gefahren hat, ist Krieg schon immer das typische Mittel der Politik als willkommener Konjunkturmotor.
    Mich verwundert es also nicht, dass unsere Politik und deren gleichgeschalteten Mainstream-Medien die Bevölkerung nun darauf einstimmen, dass unbedingt Milliardensummen für die Rüstundindustrie ausgegeben werden müssen.
    Wirtschaftsförderung per Kriegswirtschaft und schon stimmen die Wirtschaftsstatistiken wieder.
    Ist ja auch viel einfacher, sich an einer solchen selbst kontrollierten Misswirtschaft zu bereichern, als in einer funktionierende freien Marktwirtschaft, die entsprechende Selbstregulierungsmechanismen hätte.
    Verdienen kann man daran prächtig und die dumme Bevölkerung bezahlt es mit ihren Steuern und oft mit ihrem Leben !!!

  • Die Kriege der USA haben immer mit Falschmeldungen, gefakten Angriffs-Szenarien und Scheinbegründungen angefangen (siehe Atomwaffen des Irak etc.)

    Auch hier kann man von der gleichen Tatsache ausgehen, denn das Trommelfeuer der West-Presse ist eindeutig hierauf gerichtet.

    Es wird ja auch immer verdrängt, dass der Ukraine-Konflikt durch 5 Milliarden-Spende von Soros unterstützt und als Handlanger von Nuland betrieben wurde.

    Der rechtmäßige Präsident der Ukraine Janukowitsch wurde vom Parlament mit 72% Zustimmung abgesetzt, obwohl die Verfassung 75% vorschreibt und danach wurde die einzig friedliche Fraktion der Kommunisten aus den Parlament und von den Wahlen ausgeschlossen.

    Diese ganze Sache stinkt zum Himmel und hat mit einer freiwilligen Wende in einem Land nichts zu tun….zumal die jetzigen Machthaber nicht davor zurückschrecken ihre eigene Bevölkerung massenweise abzuschlachten.

  • Das Thema "Russische Truppen und Fahrzeuge, Panzer in Ukraine" strömen über die russische Grenze in die Ostukraine.

    Man zeigt Fotos "Ein Fahrzeug der ukrainischen Armee in der Nähe von Donezk" mit einem CCCP einem russischen Abzeichen vorne drauf.

    Richtig ist: Die ukrainische Armee, von denen die Aufständischen die Waffen erbeutet haben, hat wie viele andere Armeen der Welt (bis hin nach Indien), Waffen und Ausrüstungen – Achtung! – aus russischer Produktion. Die NATO/Westen versucht den Eindruck zu verbreiten, die Waffen gehören Russland. Das ist eine vorsätzliche Lüge mit dem Ziel der Täuschung der Leser und Zuhörer in propagandistischer Absicht.

    Auch im veröffentlichten Bericht "Latest from OSCE Special Monitoring Mission (SMM) to Ukraine, based on information received as of 18:00 (Kyiv time), 11 November2014" ist keine Rede von wie auch immer gearteten russischen Waffen, Truppen, Kolonnen, obwohl die OSZE von den Grenzübergängen berichtet, die unter ukrainischem Recht betrieben werden.

  • Was auch immer in der Ukraine passiert, keiner von uns hat leider ein korrektes Bild davon. Mittlerweile traue ich persönlich den Nachrichten aus Deutschland wie auch aus den anderen NATO Staaten nicht mehr über den Weg. Zu lange wurden wir belogen. Aus diesem Grund bin ich auch vorsichtig mit Schuldzuweisungen gegen wen auch immer. Vielleicht wäre es für uns alle gesünder verbal abzurüsten sich sehr kritisch und ergebnisoffen mit der Situation auseinanderzusetzen. Und ganz sicher wäre es gut, wenn alle Parteien versuchen würden die Interessen der anderen Seite zu respektieren. Gilt übrigens für Russland genauso wie für die EU und die USA.

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