Putin trifft Merkel in Rio
Ukainische Armee erleidet schwere Verluste

Nach Erfolgen muss die ukrainische Armee einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Bei Angriffen der Separatisten sterben viele Soldaten. Merkel und Putin wollen am Rande der Fußball-WM über den Konflikt sprechen.
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LuganskBei ihrer „Anti-Terror-Operation“ gegen prorussische Separatisten hat die ukrainische Armee schwere Verluste hinnehmen müssen. Aufständische beschossen am Freitag Regierungstruppen bei Selenopolje im Raum Lugansk massiv mit Raketen und töteten mindestens 19 Soldaten. Etwa 93 Armeeangehörige wurden verletzt.

Kremlchef Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen an diesem Sonntag am Rande des Fußball-WM-Endspiels in Rio de Janeiro kurz über die Ukraine-Krise, wie Putins Sprecher Dmitri Peskow mitteilte. Merkel reist mit Bundespräsident Joachim Gauck zum Finale Deutschland gegen Argentinien. Dazu wird auch Putin erwartet. Russland ist 2018 nächster Gastgeber der Weltmeisterschaft. Regierungssprecher Steffen Seibert hielt ein Gespräch für „möglich“.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verurteilte den Angriff auf die Armee scharf und drohte den Aufständischen mit Vergeltung. „Für jedes Leben eines unserer Soldaten werden die Terroristen mit Dutzenden und Hunderten ihrer Leben bezahlen“, sagte der Staatschef. Auf Bildern aus Selenopolje waren zerstörte Panzer und tiefe Bombentrichter zu sehen. Die Führung in Kiew sprach von einem der verlustreichsten Tage für die Armee seit Beginn der Kämpfe im April.

Bei einem zweiten Raketenwerferangriff bei Lugansk starben weitere vier Grenzsoldaten. Die Separatisten attackierten auch erneut Sicherheitskräfte rund um die Flughäfen von Lugansk und Donezk. Dabei setzten sie schwere Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge ein.

Die Armee beschoss ihrerseits Stellungen der „Volkswehr“ bei Krasnodon nahe Lugansk aus der Luft. Bis zu 100 Separatisten seien allein in den vergangenen 24 Stunden getötet worden, sagte Militärsprecher Wladislaw Selesnjow. Den Behörden zufolge wurden seit Mitte April zudem rund 500 Zivilisten getötet und 1.400 verletzt.

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