Putin zur Lage Russlands „Wir sollten nicht nach fremder Pfeife tanzen“

Seite 2 von 2:
„Bestellte Kampagnen und schulmeisterhafte Belehrungen“
Ein Putin für jedermann
Fanartikel
1 von 8

Das Internet ist voll von Bildern mit dem russischen Präsidenten, wie er mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd oder mit einem Hecht in der Hand posiert. Der politische Hardliner weiß das Interesse seines Landes zu vertreten. Obwohl Russland unter seiner Hand wirtschaftlich leidet, freut er sich einer gewissen Beliebtheit durch Fanartikel, wie diesem T-Shirt.

Uhr
2 von 8

Trotz der offensichtlichen militärischen Beteiligung Russlands in der Annexion der Krim ziert Putin eine Souvenir-Uhr – wie ein Wachender der Zeit.

Handyhülle
3 von 8

Man muss ein großer Fan sein, wenn man mit einer Handyhülle mit dem Konterfei von Putin durch die Gegend läuft.

„I read your mind“
4 von 8

Eine andere nimmt den Charakter des russischen Präsidenten aufs Korn – mit der Aufschrift „I read your mind“.

Angeln
5 von 8

Putins Lieblingssport ist wohl das Angeln, was hier auf einer Tasse verewigt wird, um seinen morgendlichen Kaffee mit dem Machthaber zu beginnen. Selbst im russischen Fernsehen zeigt er sich mit eroberten Fischen, indem er einem Hecht stolz einen Kuss gibt.

Hitman
6 von 8

Dieses Souvenir im Style „Hitman“ deutet wohl nicht nur Putins Nähe zu Waffen an. Jüngst präsentierte er seine Super-Waffe „Yu-74“ – ein Jet, der 12.000 Kilometer die Stunde zurücklegt und mit den modernsten Waffensystem, wie Interkontinental-Rakten, gespickt sein soll. Eine andere kuriose Geschichte kursiert über das Schwingen seiner Arme. Laut einem Forscherteam, welches sich mit der Körpersprache des Präsidenten beschäftigt hat, schwingt sein rechter Arm weniger als der linke. Dies sei kein Parkinson, sondern soll auf die Agenten-Zeit Putins beim KGB zurückzuführen sein, so ein Forscherteam. Dortige Agenten werden darin ausgebildet, beim Laufen ihren Arm nahe dem Körper zu halten, um im Eifer des Gefechts schnell ihre Waffen ziehen zu können. Das gleiche Forscherteam spricht daher auch von einem „Revolverhelden-Gang“.

"Everything is fine"
7 von 8

Diese Handyhülle zeigt den Ex-KGB-Agenten „Everything is fine“ (Alles ist gut) in einer coolen Pose.

Nach zwei Jahren Rezession beschwor Putin Zeichen der Entspannung. „Der Abschwung in der Realwirtschaft geht zurück, es gibt sogar ein kleines industrielles Wachstum“, sagte er. 2015 war die Wirtschaftsleistung um 3,7 Prozent eingebrochen. Für das gesamte Jahr 2016 dürfte der Rückgang unbedeutend sein, meinte er.

Die Rohstoffmacht leidet seit 2014 unter den Folgen niedriger Ölpreise. Westliche Sanktionen wegen der Ukraine-Krise verschärfen die Lage. Doch die Strafmaßnahmen hätten nicht gewirkt, meinte Putin. „Sie haben versucht, uns nach fremder Pfeife tanzen zu lassen, wie wir im Volksmund sagen, damit wir unsere fundamentalen Interessen vernachlässigen.“ Die Hauptgründe für den Abschwung seien aber etwa Defizite bei Investitionen, Wettbewerb und in der Ausbildung.

Putin kündigte an, Russland werde sich stärker vor Hackerangriffen schützen. „Auch in diesem Jahr sind wir mit Versuchen konfrontiert, dass aus dem Ausland Druck auf uns ausgeübt wird, unter anderem durch bestellte Kampagnen und schulmeisterhafte Belehrungen.“ Als Beispiel nannte er den „sogenannten Dopingskandal“ im russischen Sport. „Er wird uns helfen, das fortschrittlichste System zur Doping-Bekämpfung zu schaffen“, sagte Putin. Russland wird Staatsdoping vorgeworfen, als Folge wurden Hunderte Athleten für Olympia in Rio gesperrt.

Angesichts jüngster Korruptionsskandale bekannte sich Putin auch zum Kampf gegen die Bestechlichkeit. Dieser erfordere „Professionalismus und Verantwortungsbewusstsein“. Die meisten Beamten seien ehrliche Menschen. Zuletzt hatte die Festnahme von Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew wegen angeblicher Korruption für Aufsehen gesorgt. Experten beklagen seit Jahren ein Klima der Vetternwirtschaft in Russland und mangelnden Willen der Führung zu ihrer Bekämpfung.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Putin zur Lage Russlands - „Sie haben versucht, uns nach fremder Pfeife tanzen zu lassen“

6 Kommentare zu "Putin zur Lage Russlands: „Sie haben versucht, uns nach fremder Pfeife tanzen zu lassen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Putin : "„Sie haben versucht, uns nach fremder Pfeife tanzen zu lassen, wie wir im Volksmund sagen, damit wir unsere fundamentalen Interessen vernachlässigen.“
    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Es ist natürlich ärgerlich für die Gierhälse in den USA, zunächst keine weitere "Jelzin"-Marionette im Kreml installieren und so die Fortsetzung der Plünderung russischer Ressourcen nicht fortsetzen zu können ------- aber die Politik des Regimechanges unter dem Vorwand, Demokratie- und Menschenrechtsdefizite im Zielland zu sehen, wird auch bei einer US-Regierung Trump weiterhin auf der Tagesordnung stehen, da sollte sich Putin keinen Illusionen hingeben.
    Russland möchte auf Augenhöhe verhandeln.
    Wie sagten es die alten Römer : "Wenn du den Frieden willst, rüste für den Krieg" ----- und bei der Art der Rüstung gibt es viele Spielarten. So kann Augenhöhe hergestellt werden, die erforderlich ist, um faire Arrangements zu erzielen.


  • Vor allem wenn Erdogan ernst macht, schickt er uns die Flüchtlinge auf den Hals.

    Keine schöne Situation

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Hoffentlich bleibt Russland an der Seite Assads und setzt seine Pläne gemeinsam mit Amerika durch.
    Auch wenn die eigentlichen Pläne der USA anscheinend ja andere waren, aber ich hoffe mal das Trump da vernünftiger denkt.

    Der Westen wird weiter schimpfen über die folgerichtige Unterstützung der Assad-Truppen durch Russland, aber selber bekommt man nichts gebacken, außer diesen Krieg mit zu verantworten.

    Russland bleibt seiner Linie treu und das ist gut so, kein wischiwaschi Programm mit Schwanzeinzieher-Methoden wie bei unserer Regierung..

  • Russland hat das Land, die Rohstoffe und die Wissenschaflter um seine Bevölkerung einer Zukunft des Wohlstandes und der sozialen Sicherheit entgegenzugehen.

    Es muss nur dafür sorgen, dass die Basis für den Wohlstand, Oel, Rohstoffe, Energie so billig wie marktmöglich zum Einsatz kommen. Geringe politische Rahmenbedingung für eine freie Wirschaft die auf dann auf Basis einer wirtschaftlichen MEHRWERT Schöpfungkette die Menschen dazu ermuntert Private Unternehmen und eine Industriesturktur/Volkswirtschaft aufzubauen.

    Zusammenfassung für das Wohl einer Gesellschaft:
    -billige Rohstoffe,Energie,Oel-gernige staatliche Rahmenbedingungen-freie Marktwirtschaft (Angebot - Nachfrage - Wettbewerb - Insolvenz=Selbstreinigung des Marktes-freie Wissenschaft und Forschung/Entwicklung-freie und selbstbewusste Bürger-wirschaflticher MEHRWERT SCHÖPFUNGS KETTE Gedanke-sozialer Ausgleich für die Ärmsten der Ärmsten.

  • Bomben geht wohl leider in Syrien weiter

    Nach Einschätzung des Nahost-Experten Michael Lüders werden die syrischen Regierungstruppen das umkämpfte Ost-Aleppo binnen Tagen vollständig einnehmen. Ein Grund dafür sei ein Deal zwischen der Türkei und Russland, sagte Lüders im DLF. Stabilität werde das aber nicht bringen.

    http://www.deutschlandfunk.de/syrien-der-krieg-wird-noch-jahrelang-weitergehen.694.de.html?dram:article_id=372682

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%