Putins Rede an die Nation
„Wir belehren niemanden, wie er zu leben hat“

In seiner Rede zur Lage der Nation macht Präsidenten Wladimir Putin klar: Russland will keine Supermacht sein. Außerdem räumt er erstmals ein, dass die Wirtschaftsprobleme seines Landes hausgemacht sind.
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MoskauKremlchef Wladimir Putin hat dem Westen vorgeworfen, mit seiner Abkehr von traditionellen Werten Stabilität und Frieden in der Gesellschaft zu gefährden. In vielen Ländern werde von den Menschen heute praktisch verlangt, „Gut und Böse“ als gleichberechtigt anzuerkennen, kritisierte Putin bei seiner Rede an die Nation am Donnerstag. Die Zerstörung etwa von Familienwerten führe zu „negativen Folgen“ in der Gesellschaft, sagte er. Putin hatte in diesem Jahr unter anderem per Gesetz verbieten lassen, in Gegenwart von Minderjährigen positiv über Homosexualität zu sprechen.

„Wir wissen, dass es in der Welt immer mehr Menschen gibt, die unsere Position beim Schutz traditioneller Werte unterstützen“, sagte Putin. So stufte jetzt zum Beispiel Indien Homosexualität wieder als Verbrechen ein, das mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden kann.

Russland habe heute eine „historische Verantwortung“, die jahrtausendealten Grundlagen menschlichen Zusammenlebens in der Welt zu verteidigen. „Natürlich ist das eine konservative Position“, betonte Putin. Doch könne so Chaos verhindert werden. „In vielen Ländern werden heute die Normen von Moral und Sittlichkeit umgekrempelt, nationale Traditionen und die Unterschiede zwischen den Nationen und Kulturen verwaschen“, beklagte der russische Präsident.

Russland strebt nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin nicht die Rolle einer weltweiten Supermacht an. „Wir beabsichtigen nicht, als Supermacht angesehen zu werden, also als globaler oder regionaler Hegemon“, sagte Putin am Donnerstag in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation. Russland wolle „niemanden belehren, wie er zu leben hat“.

Wegen seines außenpolitischen Kurses steht Putin in westliche Staaten in der Kritik. So hatte er eine engere Anbindung der Ukraine an die EU durch massive Handels-Anreize und Drohungen verhindert. Außerdem ist das Verhältnis zwischen den USA und Russland gespannt, weil Russland dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden vorübergehend Asyl gewährt hat.

Putin sagte, erzähle darauf, dass die Regierung von Präsident Viktor Janukowitsch und die Opposition in Kiew eine politische Einigung erzielen könnten. „Ich hoffe, dass alle politischen Kräfte es schaffen, eine Lösung zu finden, die im Interesse des ukrainischen Volkes ist und alle Probleme beseitigt, die sich angehäuft haben“, sagte Putin. er lud die Ukraine ein, sich an der von Moskau vorangetriebenen Zollunion mit Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu beteiligen. Niemand werde aber zu irgend etwas gezwungen, sagte Putin am Donnerstag in seiner Rede an die Nation. Wenn die ukrainischen „Freunde“ jedoch eine gemeinsame Arbeit an der Ausweitung der Zollunion wünschten, sei Russland „bereit, diese auf Expertenebene fortzusetzen“.

Der Zollunion mit Russland gehören bereits Kasachstan und Weißrussland an. Auch Armenien und Kirgistan planen einen Beitritt. Das Projekt basiere auf „gleichen Rechten und realen Wirtschaftsinteressen", sagte Putin in seiner Ansprache weiter.

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  • Mein Kommentar ist der Sache nach eher ein Leserbrief an die verantwortliche Redaktion. Wenn er dort gelesen wurde, ist er alles andere als überflüssig.

  • "Belehren" ist nicht erforderlich, aber man könnte sich seine 'Freunde' und Jene die man mit aller Art Tötungs- u. Verwüstungsmaterial unterstützt ein wenig besser aussuchen Herr Tsar Putin.

  • Die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ...

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