Putsch
USA streichen Hilfen für Honduras zusammen

Im Streit mit der durch einen Putsch an die Macht gekommene Regierung von Honduras, erhöhen die USA nun den Druck: das US-Außenministerium am Donnerstag ankündigte, wurden große Teile der Entwicklungshilfen gestrichen. Doch mit der Verurteilung des erzwungenen Regierungswechsels halten sich die USA nach wie vor zurück.

HB WASHINGTON. Eine Summe wurde nicht genannt. Regierungskreisen zufolge soll es sich um mehr als 30 Mio. Dollar handeln. Formell wirksam wird die Aussetzung der Gelder aber erst, wenn die Absetzung des honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya offiziell als Militärputsch bezeichnet wird. Da hielt sich das Ministerium aber zurück. Die Umstände, die zur Absetzung von Zelaya geführt hätten, seien kompliziert, hieß es.

Zelaya war im Streit über eine zweite Amtszeit Ende Juni vom Militär außer Landes gebracht worden. Auslöser war der Streit um ein von dem ehemaligen Präsidenten angesetztes Referendum zur Einsetzung einer Verfassungsgebenden Versammlung. Zelaya ist in Honduras wegen Amtsmissbrauchs und Landesverrat angeklagt.

Die USA und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatten dies wiederholt verurteilt. Die USA ließen durchblicken, dass sie unter den gegebenen Umständen die für November geplanten Wahlen nicht anerkennen würden.

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