Putschversuch von 1981
Königshaus dementiert Vorwürfe gegen Juan Carlos

In einem aktuellen Enthüllungsbuch wirft die Journalistin Pilar Urbano dem spanischen König Juan Carlos vor, an dem Putschversuch von 1981 beteiligt zu sein. Das Königshaus widersprach umgehend.
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MadridDas spanische Königshaus hat die These einer Buchautorin bestritten, nach der König Juan Carlos in politische Intrigen im Vorfeld des gescheiterten Militärputsches im Jahr 1981 verwickelt gewesen sein sollte. „Wir dementieren kategorisch jede Beteiligung des Monarchen an diesen Operationen“, sagte ein Sprecher des Zarzuela-Palasts am Donnerstag in Madrid.

Die Journalistin Pilar Urbano hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Buch die Behauptung aufgestellt, der König habe in der Zeit vor dem Putschversuch vom 23. Februar 1981 darauf hingewirkt, den damaligen Ministerpräsidenten Adolfo Suárez zu stürzen. Demgegenüber meinte der Sprecher des Königshauses, die in dem Buch zitierten Unterredungen seien „reine Fiktion und kaum glaubwürdig“. Das Verhältnis zwischen dem König und Suárez sei durch wechselseitigen Respekt und Loyalität geprägt gewesen.

Bei dem Putschversuch hatten Angehörige der paramilitärischen Guardia Civil (Zivilgarde) die Mitglieder der Regierung und die Abgeordneten des Parlaments als Geiseln genommen. Mehrere Offiziere der Armee schlossen sich den Aufständischen an. Juan Carlos trug damals maßgeblich dazu bei, dass der Putschversuch niedergeschlagen wurde und die Militärs in ihre Kasernen zurückkehrten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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