Queen Elizabeth II auf Staatsbesuch
Für einen Tag hat Berlin eine Königin

Wenn die britische Königin nach Deutschland kommt, werden sogar eingefleischte Demokraten zu begeisterten Monarchisten. Wie die Queen während ihres Staatsbesuchs für einen Tag über Berlin herrscht – ein Stimmungsbild.
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BerlinBritischer kann eine Queen kaum zum Lunch einfahren. Vor dem Adlon tönt noch der Dudelsack eines Musikanten vom Brandenburger Tor herüber, Dutzende säumen die Straße mit kleinen und großen Großbritannien-Fahnen und das Wetter, nun ja, auch das zeigt sich britisch grau und kühl. 

Es war das Ende eines äußerst diplomatischen Vormittags ihres Staatsbesuches: Nach militärischer Ehrung am Schloss Bellevue folgte ein Vier-Augen-Gespräch mit Bundespräsident Joachim Gauck. Wenig später traf sie, noch in Begleitung des Bundespräsidenten, bei Kanzlerin Merkel ein. Nur eine knappe halbe Stunde später verabschiedete sie sich erneut, stieg in ihren rotbraunen Bentley und düste davon. Der Zeitplan der Queen ist eng getaktet.

Doch was sie sagt, hat Gewicht. Offiziell darf sich die britische Königin zwar nicht in die Tagespolitik einmischen. Dass die Themen Brexit und eine EU-Reform aber eine gewichtige Rolle spielen dürften, scheint bei der aktuellen Debatte in Großbritannien offenkundig. Ihr Premierminister David Cameron hat den Briten noch vor 2017 eine Abstimmung über den Verbleib in der Europäischen Union versprochen.

Genau der wird seiner Königin noch am Nachmittag ins Kanzleramt folgen. Dann wird er mit Frau Merkel sprechen. Gut möglich, dass es auch um die Inhalte des Gesprächs mit der Queen geht.

Für die Hunderte von Schaulustigen mit dem Union Jack – der britischen Flagge –, Regenschirmen oder Taschen spielen die politischen Inhalte ohnehin eine untergeordnete Rolle. Sie wollen nur eines: Einmal im Leben die Queen persönlich sehen. Dafür nehmen sie widrigste Bedingungen in Kauf: Bei 14 Grad, schneidend kaltem Wind und immer wieder Nieselschauern stehen sie teils Stunden am Spree-Ufer, genau da, wo das Boot der Queen vorbeischippern sollte.

Der Rentner Herbert Lutz etwa kam dafür extra noch am Morgen aus Hannover angereist: „1965 habe ich sie bei ihrem ersten Staatsbesuch leider nicht ganz gesehen – nur ihr Auto. Heute möchte ich sie endlich richtig sehen.“

Und das war ihm vergönnt. Als ihr Boot, das sie von Schloss Bellevue ins Regierungsviertel brachte, endlich um die Kurve biegt, kreischen dutzende britische Schüler, die eigens auf einer Brücke aufgestellt wurden. Queen-Fans wedeln mit ihren Fahnen, zücken die Kameras, schieben sich gegenseitig aus dem Blickwinkel und schießen ein Foto nach dem anderen. Erstaunt zeigten sich viele ob der guten körperlichen Verfassung der 89-Jährigen und ihres 94 Jahre alten Gatten.

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Rede der Queen am Abend zum Staatsbankett

Kommentare zu " Queen Elizabeth II auf Staatsbesuch: Für einen Tag hat Berlin eine Königin"

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  • >> Für einen Tag hat Berlin eine Königin >>

    und sehr viel weiteres Steuergeld unnütz versenkt.

    Dieser Besuch erscheint im Schatten der Griechenland- und EU-Kriese wie eine Feier zur Pest-Zeit !

    Wäre doch der Greis auf seiner Insel geblieben.

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