Quotenregelung
Ohne Frauen geht im EU-Ausland nichts

In anderen EU-Ländern gehört die Frauenquote schon längst zum Alltag. Für deutsche Firme könnte die fehlende Quotenregelung bald ein Nachteil sein, wenn sie an europaweiten Ausschreibungen teilnehmen.
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Düsseldorf/BerlinWegen der fehlenden gesetzlichen Frauenquote drohen deutschen Unternehmen im europäischen Ausland Wettbewerbsnachteile. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ (Samstag) unter Berufung auf internes Papier des Auswärtigen Amts, das der Zeitung vorliege.

„Dies könnte über kurz oder lange dazu führen, dass deutsche Unternehmen nicht mehr an Ausschreibungen zum Beispiel in Spanien oder Frankreich teilnehmen dürfen, da sie hinsichtlich des Anteils weiblicher Führungskräfte nicht die Voraussetzungen der dort geltenden Quotengesetze erfüllen“, zitiert das Blatt aus der Analyse der Europa-Abteilung des Auswärtigen Amts.

„Wenn sich ein deutsches Unternehmen für eine öffentliche Ausschreibung in Spanien bewerben will, dann hat das nur Aussicht auf Erfolg, wenn es die spanische Frauenquote erfüllt“, bestätigte EU-Justizkommissarin Viviane Reding der Zeitung. Die Quote liegt bei 40 Prozent bis 2015.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Quotenregelung: Ohne Frauen geht im EU-Ausland nichts"

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  • Quote, ich kann's nicht mehr hören. Angeblich herrscht doch das Leistungsprinzip. Wenn Frau die bessere ist, kein Problem!
    Aber, Job per Quote ist doch pervers!
    Deshalb Volksabstimmung, das will aber keiner unserer Politiker. Daran sieht man, was Volkes Wille wert ist, in unserer "Demokratie"

  • Ich höre immer nur Frauenquote. Wie schaut es dann mit einer Männerquote in Kindergärten, Grundschulen, usw. aus? Ich befürchte, da müsste der Staat tief in die Tasche greifen um für diese Einrichtungen die Arbeit attraktiv zu machen. Da hilft nicht nur eine einfache und günstige politisches Regelung.

  • Als ob die Politik und die EU nichts anderes zu tun hätten!

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