Radikale Moslems wollten Innenministerium stürmen
Sieben Tote nach Autobomben-Anschlägen in Riad

Nach zwei Autobombenanschlägen nahe des saudi- arabischen Innenministeriums hat die Polizei am Mittwochabend in Riad sieben Verdächtige bei einem Schusswechsel getötet.

HB KAIRO/RIAD. Dies bestätigte die Regierung. Die Verdächtigen sollten für die Explosionen verantwortlich sein, die sich am Abend in der Hauptstadt ereignet hatten. Bei den Anschlägen wurden nach offiziellen Angaben 12 Menschen verletzt. Der arabische Fernsehsender Al-Arabija sprach hingegen von 17 Verletzten.

Eine Bombe soll nach Regierungsangaben nahe des Innenministeriums per Fernzündung zur Explosion gebracht worden sein. Die zweite Autobombe sei unweit des Hauptquartiers der Sondereinsatzkräfte explodiert. Die Angreifer hätten die Bombe jedoch 350 Meter vor dem Eingang gezündet, nachdem sie von Sicherheitskräften aufgehalten worden seien.

Nach einem Bericht des Fernsehsenders Al-Arabija hatten die Angreifer versucht, das Innenministerium zu stürmen. Das wurde später aus Regierungskreisen bestätigt. Der Sender El Dschasira meldete unter Berufung auf das Staatsfernsehen, die Polizei habe zuvor bereits einen weiteren mutmaßlichen Terroristen bei einem Schusswechsel in Riad getötet.

Saudi-Arabien wird seit Mai 2003 von einer islamistischen Terrorwelle heimgesucht. Erst Anfang Dezember hatten bewaffnete Terroristen versucht, in das US-Konsulat in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda einzudringen. Fünf saudische Mitarbeiter sowie drei Attentäter kamen ums Leben. Zuvor hatten Ende Mai mutmaßliche El-Kaida-Terroristen in der Erdölstadt El Chobar 250 Geiseln in ihre Gewalt gebracht. Bei der Erstürmung kamen 22 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen Ausländer.

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