Radikalislamische Bewegung kämpft gegen mögliche Wahlverschiebung
Hamas droht mit Ende der Waffenruhe

HB BERLIN. Die radikalislamische Hamas-Bewegung hat damit gedroht, die Waffenruhe gegen Israel zu beenden, falls die palästinensischen Parlamentswahlen verschoben werden. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri sagte, eine Verschiebung der Wahlen würde den Vereinbarungen seiner Organisation mit der Palästinenserführung widersprechen.

Zuvor hatten am Freitag Vertreter der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesagt, die für den 17. Juli geplanten Wahlen könnten wegen verfahrenstechnischer Probleme aufgeschoben werden. Möglicher Grund dafür ist, dass die Fatah einen Wahlsieg der Hamas befürchtet. Im Moment hat die Fatah drei Viertel der 88 Sitze im Parlament inne.

Sollte die Wahl verschoben werden, sei eine Beendigung der Waffenruhe zu erwarten, sagte Suhri. "Die Phase der Ruhe steht vor dem Zusammenbruch.“ Auch Israel habe sich nicht an seine Verpflichtung gehalten, Militäraktionen in den Palästinensergebieten zu unterlassen.

Die Hamas hat in den vergangenen Monaten wegen seiner harten Haltung Israel gegenüber sein Ansehen innerhalb der palästinensischen Bevölkerung erheblich verbessert. Bei den Kommunalwahlen im Winter konnte die radikale Gruppe große Erfolge verbuchen. Bei den Parlamentswahlen tritt Hamas jetzt erstmals auf nationaler Ebene an, nachdem die Gruppe die Wahlen jahrelang boykottiert hatte.

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